ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:09 Uhr

Winckelmann und Lessing
Sonderausstellung zu Lessing und Winckelmann

Kamenz. Museen aus Kamenz und Stendal kooperieren bei einer Exposition über die beiden Gelehrten.

Dem spannenden Verhältnis zwischen Johann Joachim Winckelmann und Gotthold Ephraim Lessing spürt eine Sonderausstellung nach, die am Mittwoch, 4. Juli, 19 Uhr, in Kamenz im Malzhaus, Zwingerstraße 9) eröffnet wird.

Unter dem Titel „Niemand kann den Mann höher schätzen als ich …“ zeigen das Lessing-Museum Kamenz und das Winckelmann-Museum Stendal gemeinsam diese Schau. Diese geht der persönlichen Leistung beider Gelehrter im Bereich der Altertumskunde ebenso nach wie den von Wertschätzung und kritischer Auseinandersetzung gleichermaßen geprägten Bezugnahmen aufeinander, informiert Matthias Hanke vom Lessingmuseum.

Ein wesentliches Kapitel ist demnach Lessings Beschäftigung mit den winckelmannschen Schriften gewidmet. Seine direkte Auseinandersetzung mit dessen Thesen verdeutlicht dabei das konfliktträchtige Aufeinandertreffen von zwei grundsätzlich verschiedenen methodischen Herangehensweisen an die Bewertung der überlieferten Antiken. Darüber hinaus werden Lessings weitere altertumskundliche Debatten, vor allem seine so polemische wie skandalträchtige Kontroverse mit dem Hallenser Professor Christian Adolf Klotz, einbezogen, die ebenfalls nicht ohne den Bezugspunkt Winckelmann zu verstehen sind und die schon für die Zeitgenossen eine neue Form der wissenschaftlichen Debatte einläuteten. Die Ausstellung, zu der auch ein Katalog erscheint, wird diesen Themenkomplex erstmals in den Mittelpunkt einer Sonderausstellung rücken. „Die Kooperation der beiden Personalmuseen gestattet dabei eine Betrachtung der Beziehungen der beiden Gelehrten sowohl aus winckelmannscher als auch aus lessingscher Perspektive, ermöglicht aber auch die Einbeziehung verschiedener Fachgebiete“, so Hanke.

Neben überaus interessanten Objekten aus der Kamenzer Sammlung werden unter anderem wertvolle Leihgaben wie Handschriften von Winckelmann und Lessing aus dem Besitz des Stendaler Museums, der Stiftung Preußischer Kulturbesitz und des Deutschen Literaturarchivs Marbach zu sehen sein.

Der Eintritt zur Vernissage am Mittwoch ist kostenlos. In der Zeit vom 5. Juli bis zum 28. Oktober kann die Ausstellung dienstags bis sonntags jeweils 10 bis 18 Uhr besucht werden.

(red/dh)