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Solarbande in Polen aufgeflogen

Begehrtes Diebesgut: Bei ihren Beutezügen hat die Bande allein in der Lausitz einen Schaden im sechsstelligen Bereich verursacht.
Begehrtes Diebesgut: Bei ihren Beutezügen hat die Bande allein in der Lausitz einen Schaden im sechsstelligen Bereich verursacht. FOTO: dpa
Hoyerswerda. Erfolgreicher Schlag gegen Solarmoduldiebe: Vier Männer sind am Dienstag in der Woiwodschaft Lublin (Polen) festgenommen worden. Ihnen wird vorgeworfen, Solarmodule und Wechselrichter in der Lausitz im Wert von rund 300 000 Euro entwendet zu haben. Rüdiger Hofmann

In Hoyerswerda sollen die 35- und 36-jährigen Männer in der Nacht zum Montag Solarmodule im Wert von 200 000 Euro entwendet haben. Auf einem Grundstück in Lublin (Polen) stellten die polnischen und deutschen Einsatzkräfte nun am Dienstag einen polnischen Kleintransporter mit drei polnischen Insassen sowie etwa 400 Solarmodule und mehrere Wechselrichter fest. Die drei Männer sowie der Grundstücksbesitzer wurden festgenommen. Sie sollten am Mittwoch einem Haftrichter vorgeführt werden.

Die Männer stehen im Verdacht der Hehlerei und des schweren Bandendiebstahls in unterschiedlicher Tatbeteiligung in mehreren Bundesländern. Die Bande soll mehrfach aus Solarparks Module und Wechselrichter entwendet haben. Die Tätergruppe wird in Verbindung mit einem Einbruch in den Solarpark Cottbus-Dissenchen Mitte Januar 2015 gebracht. Hier waren 230 Solarmodule entwendet worden, der Schaden beläuft sich auf rund 100 000 Euro. Einer der sichergestellten Wechselrichter auf dem Grundstück in Lublin stammt zudem aus einem Diebstahl vom Februar 2015 aus einem Solarpark in Bad Lauchstädt (Sachsen-Anhalt). Bei dieser Tat wurden insgesamt 50 Wechselrichter im Wert von etwa 120 000 Euro entwendet.

Weitere sichergestellte Fotovoltaikelemente stammen von Straftaten aus dem Oktober 2016. Hier entwendete die Bande in einem Solarpark in Bayern rund 100 Solarmodule.