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| 16:11 Uhr

Zertifizierung
Kleines Unternehmen meistert Prüfungen

EVSE-Geschäftsführerin Sylvia Schenker freut sich im Kreis von Gesellschaftern und Mitarbeitern über die Erlangung des TSM-Zertifikats: von links nach rechts Frank Hörauf (Stellvertretender Netzmeister EVSE), Hubertus Rietscher (Bürgermeister Ralbitz/Rosenthal), Andreas Popella (Technische Führungskraft EVSE), Carola Kliemank (Assistentin der Geschäftsführung EVSE), Thomas Leipner (Referent der DVGW-Landesgruppe Mittelsachsen), Swen Nowotny (Bürgermeister Königswartha), Sylvia Schenker (Geschäftsführerin EVSE), Thomas Leberecht (Bürgermeister Lohsa), Hartmut Gorski (Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Referat Energiepolitik), Thomas Zschornak (Bürgermeister Nebelschütz), Henry Tillack (Technischer Leiter EVSE), Markus Posch (Bürgermeister  Wittichenau), Joachim Popella (Geschäftsführer Prowa Energieberatungs GmbH), Ger Bauer (Prokurist enwima AG).
EVSE-Geschäftsführerin Sylvia Schenker freut sich im Kreis von Gesellschaftern und Mitarbeitern über die Erlangung des TSM-Zertifikats: von links nach rechts Frank Hörauf (Stellvertretender Netzmeister EVSE), Hubertus Rietscher (Bürgermeister Ralbitz/Rosenthal), Andreas Popella (Technische Führungskraft EVSE), Carola Kliemank (Assistentin der Geschäftsführung EVSE), Thomas Leipner (Referent der DVGW-Landesgruppe Mittelsachsen), Swen Nowotny (Bürgermeister Königswartha), Sylvia Schenker (Geschäftsführerin EVSE), Thomas Leberecht (Bürgermeister Lohsa), Hartmut Gorski (Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Referat Energiepolitik), Thomas Zschornak (Bürgermeister Nebelschütz), Henry Tillack (Technischer Leiter EVSE), Markus Posch (Bürgermeister Wittichenau), Joachim Popella (Geschäftsführer Prowa Energieberatungs GmbH), Ger Bauer (Prokurist enwima AG). FOTO: Energieversorgung Schwarze Elste
Wittichenau. Die Energieversorgung Schwarze Elster aus Wittichenau erhält Sicherheitszertifikat.

Die Energieversorgung Schwarze Elster GMBH (EVSE) hat nach umfangreichen Sicherheitsprüfungen dieser Tage ein Gütesiegel erhalten. Die Energieversorgung Schwarze Elster sei das kleinste Unternehmen, das dieses Prüfverfahren bislang gemeistert hat, informiert Carola Kliemank.

Im Juni hatte dieses Unternehmen das technische Sicherheitsmanagement (TSM) ihres Gasnetzbetriebs von unabhängigen Experten überprüfen lassen. Fachleute des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) bescheinigten dem Unternehmen nun, dass es über professionelle Organisation, fachkompetente Mitarbeiter, einwandfreie technische Anlagen und ein vorbildliches Risiko- und Störungsmanagement verfügt. Im Beisein der Gesellschafter wurde der EVSE am Saalauer Firmensitz dafür ein Zertifikat übergeben.

„Wir sind froh und glücklich, die Prüfung gleich im ersten Anlauf geschafft zu haben. Das ist nicht selbstverständlich“, sagt EVSE-Geschäftsführerin Sylvia Schenker. „Uns war wichtig zu zeigen, dass wir sicher arbeiten und geltenden Standards gerecht werden.“ Von der freiwilligen Prüfung hatte sie sich auch Anregungen dazu versprochen, wie Betriebsabläufe noch optimiert werden könnten.

Mehr als ein Jahr Vorbereitung habe der Energieversorger in die Zertifizierung investiert, so Kliemank. Die technischen Führungskräfte haben dazu hunderte Fragen zur Organisation des Unternehmens, zur Qualifikation des Personals und der technischen Ausstattung abgearbeitet. Für das nur 15 Mitarbeiter starke Unternehmen stellte das neben dem regulären Betrieb eine Herausforderung dar, hebt Kliemank hervor. Ergebnis dieses Prozesses sind umfangreiche Dokumentationen, die die Betriebsabläufe nachvollziehbar abbilden und fortlaufend aktualisiert werden.

Diese waren Grundlage für die Vor-Ort-Prüfung, bei der zwei Experten das Energieversorgungsunternehmen zwei Tage genauestens unter die Lupe nahmen. Prüfer Thomas Leipner von der DVGW-Landesgruppe Mittelsachsen sind diese Tage in angenehmer Erinnerung.Auch die praktischen Überprüfungen überzeugten ihn: „Wir konnten feststellen, dass das Ganze nicht nur theoretisch festgeschrieben ist, sondern von den Mitarbeitern auch verstanden und gelebt wird.“ Dass die Mitarbeiter beim Sicherheitsmanagement mitgenommen würden, sei das Wichtigste, betonte der Fachmann. Ihm sei außerdem aufgefallen, dass angefangen von der Geschäftsführerin, über die technischen Führungskräfte und Mitarbeiter alle an einem Strang zögen. „Das findet man so nicht in jedem Unternehmen“, bekräftigte Leipner.

27 Unternehmen der Gasbranche in Sachsen besitzen inzwischen eine TSM-Zertifizierung. Das sind etwa zwei Drittel der Energieversorger im Freistaat.

Auch Hartmut Gorski aus dem Referat für Energiepolitik im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr gratulierte zum erfolgreichen Abschluss des TSM-Verfahrens. „Ich bin sehr positiv überrascht, was hier in Wittichenau bei der EVSE passiert ist“, sagte Gorski. Es gebe größere Unternehmen, die die Zertifizierung bisher nicht bewältigt hätten. „Es macht deutlich, dass die EVSE ihren Kunden ein hohes Maß an Sicherheit bieten möchte.“ Die Bescheinigung bleibt fünf Jahre gültig. Durch eine erneute Prüfung kann sich die EVSE dann wieder zertifizieren lassen.

(red/br)