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Sibylle Lewitscharoff liest beim Gespräch am Kamin aus "Apostoloff"

Hoyerswerda. Am morgigen Donnerstag setzt der Hoyerswerdaer Kunstverein im Grenzgänger-Projekt der Robert Bosch Stiftung seine Hoyerswerdaer Gespräche 2017 im Schloss Hoyerswerda fort. Um 19 Uhr liest und diskutiert Sibylle Lewitscharoff ihren Roman "Apostoloff". Martin Schmidt

In dem Roman erzählt eine junge Frau von einer Reise, die sie mit ihrer Schwester in die Heimat ihrer Eltern, Bulgarien, unternimmt. Der Vater der Schwestern war in den vierziger Jahren aus Bulgarien ausgewandert und praktizierte als Frauenarzt in Deutschland. Rumen Apostoloff, ein bulgarischer Taxifahrer, fährt die Reisenden durch Bulgarien, zeigt ihnen geschichtsträchtige Orte, Naturschönheiten, das Meer. Gemeinsam reflektieren sie die Geschichte des Landes.

Die Schwestern sehen hingegen auch die Armut, den Niedergang der Kultur durch Vernachlässigung, sind enttäuscht und bewegt zugleich. Die Spurensuche wird in der Sprache von Sibylle Lewitscharoff zu literarischen Ereignis. Ihr Buch weckt Staunen und Nachdenken über unser Hier und Heute.

Sibylle Lewitscharoff ist eine begnadete Erzählerin, die Leser wie Hörer in den Bann ihrer Sprache schlägt. Für ihr umfangreiches Werk erhielt sie bedeutende Literaturpreise.

Zur Lesung sind alle Literaturfreunde willkommen. Der Berliner Funkjournalist Mirko Schwanitz moderiert.