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Shoppingmeile wird zum Genusstempel

Ins Lausitz-Center Hoyerswerda kommen im Durchschnitt 15 000 Menschen pro Tag. Am Image des Hauses arbeitet die Centerleitung kontinuierlich.
Ins Lausitz-Center Hoyerswerda kommen im Durchschnitt 15 000 Menschen pro Tag. Am Image des Hauses arbeitet die Centerleitung kontinuierlich. FOTO: cw
Hoyerswerda. Das Lausitz-Center Hoyerswerda will 2017 weiter an seinem guten Image arbeiten. Erstmals wird ein Gala-Dinner Premiere haben. Catrin Würz

Als im vergangenen Jahr die schwedische Modekette H & M in Hoyerswerdas Shoppingcenter Einzug hielt, war das ein echter Paukenschlag. Die Neueröffnung im Herbst war zusammen mit der Wiedereröffnung von Woolworth ein Großereignis. Und in den Monaten davor hatte es noch 16 weitere Renovierungen, Neuausstattungen bei der Ladeneinrichtung und den Einzug ganz neuer Kunden wie den Dessous-Experten Hunkemöller gegeben. Ein verrücktes Jahr war das für den Hoyerswerdaer Centermanager Dieter Henke, der heute um so zufriedener auf die komplett vermietete Einkaufsmeile mit 66 Geschäften und einem in der Stadt sehr gut funktionierenden Branchen-Mix schaut. "Was wir im vergangenen Jahr umstrukturiert und erneuert haben, hat die Attraktivität des Centers im Ganzen erhöht und einen Gewinn für alle Geschäfte gebracht", stellt der Center-Chef heute fest. Das belegen besonders die Umsatzzahlen für das vierte Quartal 2016.

Etwa 15 000 Besucher kommen täglich in das Shopping-Center - das ist eine überdurchschnittlich hohe Zahl für eine Stadt von der Größe Hoyerswerdas. Zweieinhalb Stunden beträgt laut der jüngsten Kundenbefragung die durchschnittliche Verweildauer der Kunden im Lausitz-Center. Auch das ist über der bundesweiten Norm bei vergleichbaren Shopping-Centern. "Wir sind hier in Hoyerswerda der Treffpunkt für die Menschen. Und darauf sind wir auch stolz", sagt Dieter Henke.

Bleibt also nichts mehr zu tun? "Oh doch, jede Menge", erklärt Henke. Denn um den einmal erreichten Level zu halten, müsse man ständig am Ball bleiben, sich für neue Ideen öffnen, modernisieren. "Auch beim Einkaufen gilt doch: Das Auge ,isst' mit", sagt der Centerchef. Und so werde es 2017 erneut wohl ein halbes Dutzend Renovierungen und Ladenmodernisierungen in der Mall geben. Den Anfang macht der Vodafone-Shop am großen Lichthof, der ab Ende März umbauen wird. Für die Zeit der Ladenschließung wird ein Interimsverkauf vor dem Geschäft organisiert, so dass die Kunden auf jeden Fall einen Ansprechpartner vor Ort finden.

Größtes Projekt des Jahres dürfte aber wohl die komplette Neugestaltung von Fleischerei und Imbiss bei Korch sein. "Mitte Mai geht der Umbau los. Wenn wir dann voraussichtlich Ende Juni wieder eröffnen, werden unsere Kunden das Geschäft nicht wiedererkennen", schwärmt Bereichsleiterin Diana Müller von dem neuen Ladenkonzept im modernem, schicken Design. Der Radeberger Fleischerei-Fachbetrieb mit derzeit 26 Filialen in Ostsachsen habe seinen Hoyerswerdaer Standort schon immer mit besonderer Aufmerksamkeit behandelt. "Das kommt auch daher, weil unser Seniorchef Georg Korch aus Sollschwitz stammt und seinen Beruf als Fleischer hier in Hoyerswerda erlernte", weiß Filialleiterin Anette Pohl zu berichten. Sie freue sich jedenfalls auch schon auf das schöne Ambiente, mit dem der Gast ab dem Sommer auf neue Art zum Schlemmen bei Korch eingeladen werde. Die Bauphase ab Mai wird natürlich mit einem Sonderverkauf in der Ladenstraße überbrückt, bestätigt die Filialleiterin. Um Feinschmecker-Freuden geht es auch bei einer neuen Veranstaltungsidee, die das Center in diesem Jahr umsetzen will: Gemeinsam mit dem vom Restaurantführer Gault & Millau prämierten Restaurant "Westphalenhof" soll es am 13. Mai ein Gala-Dinner im exklusiven Ambiente in der Shopping-Mall geben. Die Gäste dürfen sich auf einen außergewöhnlichen Genuss mit einem ausgefeilten Fünf-Gang-Menü und auf musikalische Leckerbissen freuen. "Eine Veranstaltung im gehobenen Nivau. Dafür stellen wir gern unser Ambiente zur Verfügung", sagt Dieter Henke.

Das Gala-Dinner am Vorabend des Muttertages und eine erst am vergangenen Wochenende im Center über die Bühne gegangene Biker-Party sind die beiden Veranstaltungsneulinge, die in diesem Jahr in Hoyerswerdas Einkaufsmeile erstmals getestet werden. Noch mehr Platz für neue Veranstaltungsideen gibt der Center-Kalender allerdings kaum her. "Wir haben so viele erfolgreiche Formate, dass quasi keine Zeiträume mehr ohne Höhepunkt sind", so Henke. Fest eingeplant im Jahreslauf sind neben Modefrühling und Modeherbst, den Frühlings- und Weihnachtsmärkten, den Kindertobe tagen, Autoschauen und der Kinder- und Jugendgalerie auch wieder zweimal die Sexy Nights. Zu diesen Partys kommen jeweils mehr als 2000 Gäste zu nächtlicher Stunde ins Center. Das gehört für Henke zur Marketing-Strategie, damit immer mehr junge Leute im weiteren Umland das Lausitz-Center kennenlernen - und später wiederkommen..

Ein Ziel steht für 2017 auf jeden Fall auf dem Plan von Dieter Henke: Hoyerswerdas Shopping-Mall will weiter an ihrem Image feilen und die Nummer 1 in der Region bleiben. Ein Ort, der für 175 000 Menschen aus dem 30-Minuten-Einzugsgebiet (das ist die Anreisezeit mit dem Auto) beim Shoppingbummel die erste Wahl sein will.