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Senftenberg lässt Lagunendorf Sedlitz fallen

Das Lagunendorf am Sedlitzer See scheint gescheitert. Mit zehn Ja-und 17 Gegen-Stimmen ist der Antrag, die Wohn- und Ferienhaussiedlung bis zum Einschnitt der Landzungen und den Uferverbau voranzutreiben, am Mittwoch abgelehnt worden. Auch die Kreditaufnahme von 3,5 Millionen Euro wurde abgelehnt. KaWe

Senftenberg. Überraschend hat sich auch Bürgermeister Andreas Fredrich (SPD), bislang ein glühender Verfechter der Wohn- und Feriensiedlung am Sedlitzer See, auf die Seite der ablehnenden Mehrheit gestellt. Das spannende Bauvorhaben sehe er nach wie vor als Chance für die Stadt und das Lausitzer Seenland. Trotzdem sei er in den vergangenen Monaten ins Wanken gekommen. Mehrere Millionen Euro seien in die Hand zu nehmen. Die Lagune erfordere einen hohen Abstimmungsbedarf bei Genehmigungsverfahren und mit der Bergbausaniererin.

Als kritischen Punkt für seine Entscheidung, nun doch nein zur Lagune in Stadthand zu sagen, nennt Andreas Fredrich die "großen Unsicherheiten durch den noch sehr frühen Planungsstand". Unter diesen Vorzeichen könne eine solches Großprojekt nur von einer verlässlichen Mehrheit gestemmt werden. Eine solche durfte aufgrund der von Anfang an kontroversen Debatten um das IBA-Projekt Lagunendorf nicht zu erwarten gewesen sein.