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Selbsthilfe hilflos

Die Hilfe zur Selbsthilfe wird immer knapper. Auch in Hoyerswerda. Die Kassen sind leer. Nur noch spärlich rollen die Fördertaler deshalb vom Land über die Stadtkasse, die das Sachsen-Geld weiter versilbern muss, an die Gruppen.

Menschen, die den Mut gefunden haben, sich gemeinsam nicht ihrem Schicksal zu ergeben, sondern das Beste daraus zu machen, treffen die Kürzungen im sozialen Bereich besonders hart. Logisch. Doch dass die Steuergelder für Feiern zu Selbsthilfegruppen-Jubiläen und für gemeinsame Fahrten nun nicht mehr ausreichen, mag für die Betroffenen zwar bedauerlich sein. Von vielen Bürgern, die sich immer mehr ausgenommen fühlen, weil Vater Staat das Geld ausgegangen ist nach den fetten Jahren, dürfte gerade diese Tatsache positiv gewertet werden. Denn das ist uns bleibt privates Vergnügen. Dass die Krankenkassen aber Trainingsmaßnahmen für die körperlich benachteiligten Bürger streicht, ist schlimm. Dagegen hilft nur Selbsthilfe.