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| 18:23 Uhr

Strukturwandel in der Lausitz
Sejm-Kandidaten buhlen um Tesla-Werk

Bautzen. Zwei Kandidaten, die eine sorbische Volksvertretung (Serbski Sejm) etablieren wollen, setzen sich dafür ein, dass ein neues Werk von Tesla in der Lausitz entsteht. Tesla suche einen geeigneten Standort zum Bau einer ersten europäischen Giga Factory, in der im großen Stil moderne Lithiumionen-Zellen und -Batterien für Elektroautos und stationäre Stromspeicher hergestellt werden, sagt Dr. Martin Schneider, SPD-Vorsitzender in Bautzen, der beruflich im Bereich innovativer Energietechniken tätig ist.

„Dies ist eine riesige Chance zur richtigen Zeit für den Strukturwandel in der Lausitz. Wir sollten nichts unversucht lassen, diese Fabrik hierher zu holen,“ so Schneider. „Ich habe dazu bereits Kontakt zum sächsischen Wirtschaftsministerium aufgenommen. Die staatliche Förderung solch einer Großinvestition könnte parallel zu vielen KMU-Projekten den bisher in der Braunkohle tätigen Menschen zeitnah hervorragende Perspektiven bieten.“

Hannes-Wilhelm-Kell, Vorsitzender der Lausitzer Allianz und ebenfalls Unternehmer im Bereich Solar- und Speichertechnik, ergänzt: „Die Kompetenzen in Chemie, Automatisierung oder Instandhaltung der Kumpel in den Tagebaus und Kraftwerken sind dafür beste Voraussetzungen.“

Schneider und Kell treten als Kandidaten für die laufende Urwahl zum Serbski Sejm als politische Vertretung des sorbischen/wendischen Volkes an. Sollten sie gewählt werden, wollen sich beide im Sejm auch für eine aktive Mitgestaltung der Lausitzer Zukunft im Bereich Wirtschaft stark machen, so Schneider.

(red/skl)