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| 16:08 Uhr

Bernsdorf
Seenlandbahn rollt erst 2019 durch Bernsdorf

Bernsdorf. Fehlende Genehmigung für die Bahnsteignutzung lässt das Projekt vorerst platzen. Von Anja Hummel

Eigentlich sollte sie ab Anfang Juni rollen: die Seenlandbahn. Von Dresden über Kamenz, Bernsdorf und Wiednitz bis nach Senftenberg sollten die Großstädter direkt bis ins Lausitzer Seenland chauffiert werden. Nun aber steht fest: Das Projekt „Seenlandbahn“ über Bernsdorf und Wiednitz verzögert sich bis zum Sommer 2019.

Auf Initiative des Bürgermeisters der Stadt Bernsdorf, Harry Habel, hat sich der Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) in den vergangenen Monaten der saisonalen Wieder-Inbetriebnahme der Bahnstrecke von Kamenz nach Senftenberg angenommen. Die Herausforderung: die Nutzung der Bahnsteige in Bernsdorf und Wiednitz. Die sind entwidmet und nicht offiziell freigegeben. Um diese wieder sicher betreiben zu können, wäre eine neue eisenbahnrechtliche Zulassung erforderlich. Dafür hätten unter anderem aufwendige Reparaturen durchgeführt werden müssen.

Was es wirtschaftlich nicht umsetzbar macht: Die Seenlandbahn sollte nur an den Wochenenden innerhalb der Sommerferien fahren. Der Aufwand in Relation zu den 14 Verkehrstagen rechne sich nicht, sagt VVO-Pressesprecher Christian Schlemper. Die Kosten der Maßnahmen, durchgeführt durch die Deutsche Bahn, hätten auf die Fahrten umgelegt werden müssen.

Nun wollen Bernsdorfs Bürgermeister Harry Habel und die VVO nach Lösungen suchen, die Anbindung des Seenlandes im Sommer 2019 durchzuführen. Aber, betont VVO-Sprecher Christian Schlemper: Schon heute ist das Seenland mit den Zügen ab Dresden und Leipzig sowie am Wochenende zusätzlich mit dem Fahrradbus ab Kamenz erreichbar.