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| 15:10 Uhr

Naturschutz
Schwarzer Born ist vor den Flammen gerettet

Königsbrück. Katastrophenbrand verschont wertvolles Gebiet im Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide. Von Torsten Richter-Zippack

Glück im Unglück für das Quellmoor Schwarzer Born in der Königsbrücker Heide: Der große Waldbrand in der ersten September-Woche hat das knapp 100 Hektar große Gebiet verschont, sagt die Sprecherin des Naturschutzgebietes (NSG) Königsbrücker Heide, Cornelia Schlegel. „Das Feuer hatte dieses Areal bereits erreicht, lief dann aber nicht hinein“, erklärt Schlegel. Der Erlensumpf gilt als naturschutzfachlich besonders wertvoll. Dort brüten unter anderem Bekassinen und Waldwasserläufer.

Indes beziffert Cornelia Schlegel die Fläche des jüngsten Waldbrandes in der Königsbrücker Heide auf rund 450 Hektar. Das entspricht knapp 6,5 Prozent der Gesamtfläche des NSG (7000 Hektar). Die Brandfläche werde sich schnell regenerieren. Schlegel prophezeit, dass dort schon in drei Jahren wieder das Heidekraut wachse.

Indes stehe fest, dass es sich um Brandstiftung handelt. An fünf unterschiedlichen Stellen war das Feuer auf der früheren Schießbahn ausgebrochen. 30 Feuerwehren aus Sachsen und Brandenburg kämpften an der rund drei Kilometer langen Front. Abgebrannt sind vor allem Heideflächen und Birkenwälder. Das nächstgelegene Dorf Zeißholz befindet sich zwei Kilometer entfernt. Während des Löscheinsatzes sei zwar Munition explodiert, allerdings keine Granate. Der Kampfmitteldienst werde die Brandfläche oberflächlich beräumen.