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| 07:20 Uhr

Neues Kompetenzzentrum soll 2020 in Betrieb gehen
Richtfest im Industriepark Schwarze Pumpe

 Bis der letzte Nagel sitzt: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (3.v.l.) war schlagkräftig dabei, ebenso Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier (2.v.l.) und Spree-Neiße-Dezernent Olaf Lalk (4.v.l.).
Bis der letzte Nagel sitzt: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (3.v.l.) war schlagkräftig dabei, ebenso Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier (2.v.l.) und Spree-Neiße-Dezernent Olaf Lalk (4.v.l.). FOTO: LR / Sascha Klein
Spreewitz . Im Februar 2020 soll das neue Kompetenzzentrum auf sächsischer Seite des Industrieparks Schwarze Pumpe in Betrieb gehen. Etliche potenzielle Mieter gibt es bereits. Von Sascha Klein

Sommer, Sonne und ein Richtkranz über dem neuen Kompetenzzentrum im sächsischen Teil des Industrieparks Schwarze Pumpe: Ideale Voraussetzungen, um gute Laune zu haben: wie Spreetals Bürgermeister Manfred Heine. Während er vor dem Rohbau steht, zu sehen sind Büroräume und daneben eine riesige Halle, sammeln sich die Experten für die kurze Talk-Runde vor dem Richtfest-Spruch.

Das neue Kompetenzzentrum an der Südstraße ist etwas abseits des Industriepark-Kerns. Die Intention der Gebäudes: Gründer sollen sich in den Büros niedergelassen und ihre Produkte entwickeln. Wenn sie dann am Markt sind, sollten sie bestenfalls im Industriepark Schwarze Pumpe oder in der Region bleiben, sagt Heine, der auch Verbandsvorsteher des Industrieparks Schwarze Pumpe ist, einem Konstrukt der Stadt Spremberg und der Gemeinde Spreetal. Im Industriepark sind inzwischen mehr als 120 Firmen mit rund 4500 Mitarbeitern zu Hause. Insgesamt stehen 850 Hektar Industriefläche zur Verfügung.

 So soll das Kompetenzzentrum im Industriepark Schwarze Pumpe aussehen. Im Februar 2020 können laut Plan die ersten Mieter einziehen.
So soll das Kompetenzzentrum im Industriepark Schwarze Pumpe aussehen. Im Februar 2020 können laut Plan die ersten Mieter einziehen. FOTO: ASG Spremberg

Im Februar sollen erste Firmen ins Kompetenzzentrum einziehen

Mit dem Bau soll es schnell gehen, sagt Heine vor den etwa 100 Richtfest-Gästen. Schon im Februar 2020 sollen die ersten Mieter einziehen und sich selbst verwirklichen. Für 70 Prozent der Flächen gebe es bereits Vorverträge. Es seien einige, die in Richtung Wasserstofftechnik denken. Damit sei die Grundvoraussetzung erfüllt. Das Kompetenzzentrum rechne sich, wenn es zu mindestens 55 Prozent belegt ist. Heine hofft, dass es bei den 70 Prozent nicht bleibt.

Das gesamte Kompetenzzentrum hat laut Manfred Heine rund acht Millionen Euro gekostet. 90 Prozent davon hat der Freistaat Sachsen zugeschossen. Bauherr ist der Zweckverband Industriepark Schwarze Pumpe.

Das Gebäude wird zweigeschossig und soll 23 vermietbare Büroeinheiten bekommen. Diese werden jeweils etwa 20 Quadratmeter groß. Im Obergeschoss ist ein 165 Quadratmeter großer Veranstaltungsraum geplant, der mittels Trennwänden teilbar ist. In der Werkhalle nebenan soll es zwölf einzeln und zusammen vermietbare Werkstattbereiche mit jeweils 96 Quadratmetern geben. Zudem gibt es dort vier Doppelwerkstätten mit je 191 Quadratmetern sowie im Obergeschoss vier Meisterbüros.

In Standort Schwarze Pumpe soll weiter investiert werden

Unterdessen nimmt die Diskussion, die Heine moderiert, Fahrt auf. Mittendrin: Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Auf den allgegenwärtigen Strukturwandel sagt er: „Eine größere Chance hat unsere gemeinsame Heimat nie gehabt. Jetzt müssen wir das Beste daraus machen.“ Brandenburg und Sachsen hätten beim Industriepark Schwarze Pumpe bereits bei der Infrastruktur vorgelegt. Weitere müsse folgen. Manfred Heine hakt ein: 140 Millionen Euro seien bereits in den Standort Schwarze Pumpe geflossen, weitere 109 Millionen sollen folgen.

Ein großes Ziel laut Manfred Heine: der Bau eines Wasserstoff-Referenzkraftwerks auf sächsischer Seite des Industrieparks (die RUNDSCHAU berichtete).  Die Idee für das Großvorhaben hatte sich kürzlich beim bundesweiten Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ durchgesetzt. Den Wettbewerb ausgeschrieben hatte im Frühjahr Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU). Das Kraftwerk soll zunächst eine Leistung von zehn Megawatt haben, später aber ausbaubar sein.