Von Sascha Klein

Die Baustelle der neuen Oberschule im Hoyerswerdaer WK I wandelt sich so langsam von einer Baustelle zu einer Schaustelle. Denn: Nach und nach ist immer mehr zu sehen, wie die neue, alte Super-Oberschule später einmal aussehen wird.

Wie die Stadtverwaltung Hoyerswerda auf RUNDSCHAU-Nachfrage mitteilt, wird derzeit beim Altbau abgerüstet. Die Außenfassade ist fertiggestellt. Schon länger ein Blickfang ist die frühere Aula, die nach der Wiedereröffnung sowohl Aula als auch Begegnungszentrum für das Quartier werden soll. Im Altbau, der innen völlig neu gestaltet wird, sind inzwischen auch die Roh­installationen für Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro im Wesentlichen abgeschlossen, heißt es aus dem Rathaus.

Die Stadtverwaltung hat seit Baubeginn einen klaren Plan verfolgt. Die Devise heißt: Der Bau soll spätestens im Frühjahr 2020 fertig sein. Denn: Zum Schuljahresbeginn 2020/21 sollen die ersten Schüler dann aus den beiden vorhandenen Oberschulen „Am Stadtrand“ und „Am Planetarium“ zur neuen zentralen Oberschule wechseln. Während die Stadtrand-Schule umgebaut und später als Grundschule genutzt wird, ist für die Oberschule „Am Planetarium“ der Abriss vorgesehen.

Das gesamte Oberschul-Projekt ist für Hoyerswerda die größte Investition der vergangenen Jahre. Insgesamt werden etwa 13,2 Millionen Euro verbaut, ein Großteil sind davon Fördermittel. Das Gebäude hatte rund 15 Jahre leer gestanden – seit der Schließung des Konrad-Zuse-Gymnasiums.

Viele Jahre war die Zukunft des Areals völlig ungewiss. Der Verein Subversionen hatte vor mehr als zehn Jahren erfolglos um eine Nachnutzung gekämpft. Zwischenzeitlich war sogar von Abriss des historischen Gebäudes die Rede. Immerhin ist diese Schule die erste in der Hoyerswerdaer Neustadt gewesen. Sie ist parallel zum WK I gebaut worden und besticht durch ihre Architektur und die Pavillons. Für den Neubau hat die alte Turnhalle weichen müssen. Dort erhebt sich inzwischen der markante Neubau mit seiner großen Glasfassade, der einen Einblick in eine Lernlandschaft ermöglicht.

Beim Neubau sind nach Angaben der Stadtverwaltung jetzt die Dachabdichtungsarbeiten abgeschlossen. Eingebaut sind auch die Fenster und die Außentüren. Es laufen Fassadenarbeiten sowie die Installation von Heizung und Lüftung. Auch Sanitär- und Trockenbauarbeiten werden gerade ausgeführt, dazu Arbeiten an der Elektroanlage. Demnächst starten die Innenputzarbeiten. Es folgen die Brandschutztüren und die Innentüren. In Vorbereitung: die Ausschreibungen für Fliesen-, Maler- und Bodenbelagsarbeiten.

Ab Ende August sollen laut Stadtverwaltung die Entwässerungsleitungen auf dem Gelände verlegt werden. Ab Ende September soll dann auch weiter im Außenbereich gearbeitet werden. Erster Schritt: die Herstellung der Sportanlagen für die Schule. Die Freiflächen sollen bis Juni 2020 gestaltet werden - bis wenige Wochen vor der Inbetriebnahme.

Noch etwas länger gedulden müssen sich Lehrer und Schüler bei der neuen Sporthalle. Sie wird nach der Fertigstellung der Schule gebaut. Solange muss die noch namenlose neue Oberschule auf die wenige hundert Meter entfernte VBH-Arena zurückgreifen.