Uwe Blazejczyk (Foucault-Gymnasium) wertet die Entscheidung als gesamtgesellschaftlich sinnvoll. „Es ist eine Stärkung der Mittelschulen. Wir bekommen dort wieder eine neue Leistungsspitze.“ Für Mädchen und Jungen, die mit 2,5er Schnitt ans Gymnasium kamen, bestand eine erhöhte Gefahr, in der 7. Klasse wieder an die Mittelschule wechseln zu müssen. Günter Kiefer (Johanneum) sieht mit der Entscheidung auch eine Stärkung der Gymnasien und eine Steigerung der Leistungsbereitschaft der Schüler in der vierten Klasse.

Katharina Michelfeit (Lessing-Gymnasium) sieht die Lösung recht entspannt. Diese sei nicht mehr so geschlossen wie bis 2005, als nur Deutsch und Mathematik in die Empfehlung einflossen, und eben nicht mehr so offen wie seitdem. Sie betont, dass es keinesweg so sei, dass jene Schüler, die in Klasse sieben an die Mittelschulen wechseln, ausschließlich jene seien, die einst mit 2,5er Empfehlung kamen. Sie glaubt auch nicht, dass sich jetzt etwas an der Arbeit in den Grundschulen ändern werde: „Wir haben großes Vertrauen in die Empfehlungen der Grundschulen.“

„Ich finde die neue Regelung gut und wichtig“, freut sich Margit Hypko, Schulleiterin der Mittelschule Lohsa. Sie hat beobachtet, wie schwer es Kindern fallen kann, die auf dem Gymnasium nicht zurechtkamen und zurück zur Mittelschule wechselten. „Das kann man seinen Kindern ersparen. Auch auf einer Mittelschule kann man sich entfalten.“ Gabriele Mager, stellvertretende Schulleiterin der Mittelschule Lauta, sagte, auf die neue Regelung hätten viele gewartet. „Der 2,5-Durchschnitt war ziemlich hochgegriffen.“ Dass nun ein weiteres Fach in die Bewertung einbezogen wird, begrüßt sie.

„Erst mal positiv“ bewertet auch Sabine Rost, Schulleiterin der Mittelschule „Am Planetarium“ die Entscheidung. Inwieweit das Fach Sachkunde für die Leistungsbewertung zugrunde gelegt werden sollte, muss nun abgewartet werden.