Von Sascha Klein

Was tun Kinder und Erwachsene in einer Sporthalle hauptsächlich? Rennen und Ballspielen. Was dürfen Kinder und Erwachsene in der Laubuscher Sporthalle „Am Bad“ bis auf weiteres nicht mehr? Rennen und Ballspielen. Die Stadtverwaltung Lauta hat die Sporthalle ab sofort für „geschwindigkeitsfördernden“ Sport und Ballspiele aller Art gesperrt. Der Grund: das kaputte Parkett.

Fußball: vorerst untersagt

Lautas Bürgermeister Frank Lehmann (parteilos) erklärt gegenüber der RUNDSCHAU, dass die Verwaltung aufgrund der immensen Schäden am Parkett aus Sicherheitsgründen gezwungen ist, die Aktivitäten in der Halle massiv einzuschränken. Das betrifft sowohl den Schul- als auch den Vereinssport. Das heißt: Fußball, Handball, Volleyball, Basketball, Sprints – alles nicht mehr möglich. Was unter anderem gestattet ist: Gymnastik. Mit dem SV Laubusch als Hauptnutzer der Halle habe die Verwaltung gesprochen, so Lehmann weiter.

Parkett soll repariert werden

Die Stadtverwaltung versucht nun laut Frank Lehmann, eine Firma zu finden, die zeitnah die schadhaften Stellen im Parkett repariert – und vorerst nur diese. Das Problem, das die Lautaer Verwaltung hat: Wird zu viel an der Turnhalle instandgesetzt, ist der Bestandsschutz der Halle in Gefahr. Wenn die Halle keinen Bestandsschutz mehr hätte, müsste die Stadtverwaltung extrem in die baufällige Sporthalle investieren, um sie weiterhin betreiben zu können.

Im Gespräch ist, über den Lautaer Haushalt das Parkett zu reparieren und Schäden am Dach zu beheben. Für eine Teilsanierung ist eine Summe von 100 000 Euro im Gespräch. Ein Großteil könnte gefördert werde – jedoch nur, wenn die Halle weiterhin Bestandsschutz genießt. Kürzlich hatte Bürgermeister Lehmann betont, dass die Stadtverwaltung nur bei einem tragfähigen Gesamtkonzept und einer besseren Auslastung der Sporthalle mit Fördermitteln rechnen könne.

Nach einer Reparatur des Parketts kann sich die Stadtverwaltung vorstellen, den Kindersport in der Halle wieder zuzulassen. Mit welchen Einschränkungen das verbunden ist, sei jedoch zurzeit völlig offen.