| 02:43 Uhr

Schneeweißchen und Rosenrot

Caprice Zickler und Sophia Rudolph tragen als Königsbrücker Kameliendamen die Namen Schneeweißchen und Rosenrot.
Caprice Zickler und Sophia Rudolph tragen als Königsbrücker Kameliendamen die Namen Schneeweißchen und Rosenrot. FOTO: Peter Sonntag
Königsbrück. Jetzt ist wieder Blütezeit der Königsbrücker Kamelien. Sie zählen zu den ältesten zusammenstehenden Kamelien nördlich der Alpen. Reinhard Hoffmann / rhf

Der Name der Königsbrücker Kamelien - Camelia japonica - verweist auf ihre asiatische Herkunft. Die größten hiesigen Exemplare stammen aus der Zeit um 1825, als Kamelien Kultpflanzen der Herrschaftlichen und Reichen waren. Damen von Welt trugen deren Blüten als Accessoire.

Je nach Jahreszeit können die Gäste heutzutage von Januar bis April Hunderte rote und weiße Blüten an den drei fast sechs Meter großen Pflanzen bewundern. Die zweite und dritte Generation der Pflanzen ist 100 beziehungsweise 50 Jahre alt. Dazu stehen seit dem Jahr 2000 im Gewächshaus 15 Spalierkamelien. Im Allgemeinen verströmen Kamelienblüten keinen Geruch. Seit 2016 vervollständigen jedoch Duftkamelien die Kollektion, denen Liebhaber einen "Hauch von Feen im Frühling" nachsagen.

In Anlehnung an die vielfarbige Blütenpracht tragen Caprice Zickler und Sophia Rudolph als Kameliendamen die Namen Schneeweißchen und Rosenrot. Die beiden Schülerinnen sind natürlich ein beliebtes Fotomotiv inmitten des Blütenmeeres.

Das Schloss an der Via Regia und das dazugehörende Gewächshaus haben eine wechselvolle Geschichte erlebt. Seit 1999 kümmert sich der Heimatverein Königsbrück und Umgebung um das einzigartige Mehrgenerationenhaus und seine wertvollen Pflanzen. Der Verein veranstaltet am 12. und 19. März einen Familientag. Ableger der beiden ältesten Kamelien mit Zertifikat und Signum des Bürgermeisters und des Vorsitzenden des Heimatvereins sind auch wieder zu haben.

Wie Vereinsvorsitzender Peter Sonntag berichtet, kamen an den zurückliegenden Sonntagen zwischen 500 und 700 Besucher aus den Regionen Berlin, Chemnitz, Hoyerswerda und auch aus dem Ausland. Der Eintritt in das Gewächshaus ist kostenlos, der Heimatverein ist aber auf Spenden angewiesen. Diese werden für Pflegearbeiten, für das Betreiben der Heizungsanlage und für die Pacht an den Schlossbesitzer verwendet.

Mehr unter www.heimatverein.koenigs-

brueck.de