Trotz des Wintereinbruchs in Ostsachsen ist ein Verkehrs-Chaos in der Region bisher ausgeblieben. Im Straßenverkehr hat es trotz teils heftigen Schneefalls keine Häufungen von Unfällen gegeben. Nachdem in der vergangenen Woche 105 Verkehrsunfälle auf die eisglatten Fahrbahnen in den Landkreisen Bautzen und Görlitz zurückzuführen waren, blieb am Wochenende höchstens mal ein Lkw im Schnee stecken. "Die Fahrer stellen sich jetzt zunehmend auf das Winterwetter ein", erklärt Polizeisprecher Thomas Knaup.

Mehr Arbeit hatte bisher die Notaufnahme des Lausitzer Seenland Klinikums. Dr. Kirsten Rasch, leitende Oberärztin der Notaufnahme, rechnet noch mit einer Zunahme der Glätteunfälle: "Wir mussten mehr Patienten mit Knochenbrüchen oder Verstauchungen in der Notaufnahme aufnehmen." Meist seien es Hand- sowie Sprunggelenk- oder Oberarm- und Unterschenkelbrüche.

Der Leiter der Berufsfeuerwehr in Hoyerswerda, Dieter Kowark, spricht derzeit von einem ganz normalen Winter. "Es wird in den nächsten Tagen sicherlich zu mehr Einsätzen kommen, wenn der Schnee weiter fällt", sagt Kowark.

Auch bei der Verkehrsgesellschaft Schwarze Elster (VSE) gibt es laut Geschäftsführer Rainer Warkus keine nennenswerten Ausfälle oder Störungen. "Es ist das Übliche - wie jedes Jahr. Der erste Schneetag ist immer der Schwierigste, da gab es die meisten Verspätungen", sagt Warkus. Durch den Schnee werde es auch in den kommenden Tagen zu Verspätungen im Nahverkehr kommen. Denn auch die Busse müssen sich den Straßenverhältnissen anpassen. "Gute Arbeit hat bisher der Winterdienst geleistet, die Haltestellen wurden vollständig geräumt", lobt Warkus.

Momentan liegt in der Lausitz eine acht bis 15 Zentimeter hohe Schneedecke. Und das bleibt laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) auch so: "In den nächsten Tagen wird mehr Kaltluft in die Region strömen und in den Nächten für mehr Schneefall sorgen", prognostiziert Helge Tuschy vom DWD in Leipzig.