Mit einem ausgeglichenen Punkt- und Satzkonto konnten die Männer um Kapitän Frank Nakonz am Ende mehr als zufrieden sein.
Zuerst ging es gegen den Tabellenfünften aus Zittau und gleich im ersten Durchgang musste man um die abstiegsbedrohten Kaupa-Männer fürchten. Turbine zog schnell auf 6:1 und im weiteren Verlauf auf 17:10 davon. Kaupa war beeindruckt und selbst der Spielführer hatte nur eine gute Aktion.
Doch im zweiten Satz sah man ein richtiges Gastgeber-Team auf dem Parkett. Vor allem Mieth und Nakonz, aber auch vielen verschlagenen Zittauer Aufgaben war es zu verdanken, dass Kaupa beim 19:19 wieder ran war. Nun begann das große Zittern Nummer eins, denn trotz eines 23:21 und einer Satzballmöglichkeit stand am Ende nur ein knappes 25:23, aber der 1:1-Ausgleich auf der Habenseite. Rosenau hatte in der Schlussphase seine stärksten Szenen.
Im dritten Abschnitt sah der Beobachter das gleiche Bild. Anfänglicher Punktrückstand, starke Einzelaktionen von Nakonz und Rosenau, Ausgleich, Führung und dann doch ein zweiter Zittersatz zum 26:24 für den Gastgeber.
Erst im vierten Satz waren gekonnte Spielzüge und sichere Abläufe bei Kaupa zu erkennen und das zahlte sich natürlich sofort aus. Über 7:3, 14:7 und 20:14 spielten sich die Neuwieser zum Teil in einen Rausch und beeindruckten die Gäste erheblich. Der Lohn für dieses couragiertes Auftreten war das 25:21 und das verdiente 3:1 gegen ein enttäuschendes Zittauer Team.
Inzwischen hatte sich die Turnhalle am Stadtrand langsam mit immer mehr Volleyballfans gefüllt, denn es stand das zweite Ortsderby der Saison gegen die Volleyballfreunde an. Die Blau-Weißen kamen mit viel Selbstbewusstsein nach dem 3:0-Sieg in Pirna. Außerdem überraschten sie mit einer veränderten Aufstellung, denn der Hoyerswerdaer Coach brachte Brosche und den Dresden-Student Philipp von Anfang an und er sollte am Schluss wieder einmal das richtige Händchen haben.
Doch zu nächst bestimmte erwartungsgemäß Kaupa die Szenerie. Über 10:7, 13:8 und 22:17 überfuhren sie die etwas schläfrig wirkenden Gäste förmlich. Oder war dort etwa ein Hauch von Überheblichkeit zu bemerken? Nach nur 17 Minuten gab es dann mit dem 25:18 für Kaupa-Neuwiese die Quittung für das pomadige Auftreten der VF.
Nun wurde es laut auf der VF-Bank, denn so hatte sich das der Gästetrainer nicht vorgestellt. Vor allem bemängelte es das Zuspiel von Rikic, das auch zu Beginn des zweiten Durchganges nicht besser wurde. Logische Folge: Steinhäuser kam und mit ihm die Klatsche für Kaupa. Brosche hatte starke Aktionen, Schmaler schloss sich ihm an, Libero Kilz machte keinen Fehler mehr. Am Ende stand ein 25:10 für die VF zu Buche und das Spiel begann von vorn.
Nun bekam Rikic seine nächste Chance und er nutzte sie eindrucksvoll. Immer wieder angetrieben vom heute mit der Kapitänsbinde belohnten Panoscha gelangten zum Teil traumhaft sichere Aktionen. Schmaler, Niepel und Philipp wurden ebenfalls immer besser und Libero Kilz hatte sowieso seinen besten Tag seit langem erwischt.
Kaupa gelang in dieser Phase nur noch Schadensbegrenzung. Nach dem 25:19 und dem 2:1 für die VF BW ging es in den Schlussdurchgang, der so begann, wie der vorherige Satz endete. Anfänglich hielt Kaupa noch recht gut mit, aber ein Nakonz und die eine oder andere gute Einzelaktion von Mieth, Rosenau oder Kasper allein reichen eben nicht, um solche Spiele zu gewinnen. Nach dem 25:16 stand das 3:1 für die Gäste nach insgesamt 68 Minuten fest.
Kaupa steht damit immer noch am Tabellenende, VF BW orientiert sich weiter in Richtung Tabellenspitze. (Rele)