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| 02:46 Uhr

Schlösserland Sachsen auf die Finger geschaut

Die Senioren interessierten sich bei dem Vortrag sehr für das Prospektmaterial, das Uli Kretzschmar mitgebracht hatte.
Die Senioren interessierten sich bei dem Vortrag sehr für das Prospektmaterial, das Uli Kretzschmar mitgebracht hatte. FOTO: Heinz Hirschfeld/hir1
Hoyerswerda. Vor etwa 20 Mitgliedern des Vereins Seniorenakademie (Senak) Hoyerswerda hat kürzlich Uli Kretzschmar, Pressesprecher vom Schlösserland Sachsen, gesprochen. Im Forum der Lausitzhalle Hoyerswerda informierte er über die Aufgaben der Staatlichen Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen die seit etwa einem Jahr als gemeinnützige GmbH arbeiten. Heinz Hirschfeld / hir1

Gemeinnützig bedeutet neben einer Eigenerwirtschaftung von Geld auch eine größere Eigenständigkeit. So haben die vier sächsischen Schlösser Königstein, und Augustusburg/Lichtenwalde/Scharfenstein mehr Rechte auf Selbstbestimmung, indem sie zwei GmbHs innerhalb der "Schlösserland Sachsen" sind. Auch die Aufgaben der neuen gemeinnützigen "Schlösserland Sachsen" haben sich erweitert. So wird nicht nur verwaltet, sondern werden vor allem "touristische Pakete" für Besucher gepackt und Familienangebote erhöht. "Vor allem aber stellen wir uns einem gewissen Bildungsanspruch", sagte Uli Kretzschmar. "Künftig wird es nicht mehr so sein, dass ein Schloss nur mit einer Führung besichtigt werden kann, sondern es werden zusätzliche Angebote geschaffen."

So wird daran gearbeitet, Schlösser und Ausstellungen für behinderte Menschen zugängig zu machen. Es wird zukünftig museumspädagogische Angebote für Demenzkranke geben. Auch an Führungen in Gebärdensprache ist gedacht, Audioguides für Blinde und Sehschwache sollen erarbeitet sowie spezielle Rundgänge für Gehbehinderte angeboten werden. Die Erarbeitung von Sonderausstellungen und großen Events gehören ebenfalls dazu. Das dadurch erwirtschaftete Geld wird frei für eine weitere Restaurierung und Sanierung, wie man es am Kloster Altzella und den Schlössern Rochlitz und Lichtenwalde sehen kann. So läuft zurzeit der "Dresdner Frühling im Palais" im Großen Garten in Dresden. Ab dem 1. Mai dieses Jahr wird auf dem Schloss Rochlitz eine Sonderausstellung zu sehen sein, die weit über Heimatgeschichte hinausgeht. "Eine starke Frauengeschichte - 500 Jahre Reformation" gibt Auskunft über das Wirken von Elisabeth von Rochlitz um die Zeit 1537.

"Wir in der ‚Schlösserland Sachsen‘ haben uns Gedanken gemacht, wie wir weiter wirksam nach außen wirken können. Wir denken dabei an unseren Freundeskreis, der im Juli seine erste große Mitgliederversammlung haben wird. Wir haben solch einflussreiche Persönlichkeiten wie Margot Käßmann gewonnen. Wir werden versuchen, unsere Kontakte zu polnischen Reisebüros auszuweiten, um auch Besucher jenseits der Grenze für unsere 23 Schlösser zu begeistern", stellte in der Hoyerswerdaer Seniorenakademie Uli Kretzschmar in Aussicht.

Die Hoyerswerdaer Senioren hatten viele Fragen, die im Dialog mit Uli Kretzschmar beantwortet wurden. Die 48 Senioren der Senak arbeiteten zum großen Teil zu DDR-Zeiten im Kombinat Schwarze Pumpe. Es handelt sich bei ihnen um Fachleute, die sich auch im Alter geistig fit halten wollen.