Der Spielverlauf entsprach dann auch den Erwartungen. ,,Natürlich wollen wir gewinnen und nach dem Ausscheiden von Ottendorf-Okrilla, Königsbrück und Lok Hoyerswerda die Landesligaehre aufrechterhalten", erklärte Thonbergs Mario Lux vor Turnierbeginn. Dass dies den Thonbergern am Ende mit 2 610 Kegeln noch recht sicher gelang, ist auch sein Verdienst.

Die Bernsdorfer mit Thomas Belau (444) und Gunter Miertschke (449) legten sich mächtig ins Zeug und übernahmen nach zwei Startern die Führung. Der Kleinröhrsdorfer Steffen Schurig (446), Felix Pohl (Thonberg/438) und Frank Wieland (431) hielten die Konkurrenz in Reichweite.

Im Mittelpart drehte der Zweitlandesligist das Turnier zu seinen Gunsten und legte die Basis für den späteren Erfolg. Erst erreichte Mario Lux 451 Kegel, dem Teamgefährte Ronny Reiß 456 Zähler folgen ließ. Da mussten die Konkurrenten passen. Der SC Hoyerswerda nutzte die Chance, sich auf den zweiten Rang durch die 415 Kegel von Sven Knobloch und die 436 Kegel von Axel Paulick heranzuarbeiten. Eine interessante Schlussphase stand den Akteuren bevor, wobei es im Wesentlichen um die Plätze nach dem Thonberger SC ging.

Der Favorit selbst ließ durch Ronny Scharntke (448) und Erik Morawa (416) nichts mehr anbrennen. Äußerst interessant war das Duell zwischen dem SC Hoyerswerda und der TSG Bernsdorf um den zweiten Rang, den die Hoyerswerdaer letztlich durch die nicht zu erwartende Leistungssteigerung mit der Tagesbestleistung von 458 Kegeln durch den jungen Peter Wislaug mit einem Endresultat von 2 561 Kegeln knapp für sich entschied. Günter Schmaler spielte 427 Kegel. ,,Für uns ist auch dieser Rang ein Erfolg", freute sich der aus Verletzungsgründen leider nicht mitwirkende Teamchef René Weise. Mit 440 Kegeln durch Dieter Rudolf und den 432 Kegeln von Mannschaftsleiter Wolfgang Titze sicherte sich der OKV-Liga-Aufsteiger mit 2 551 Zählern den 3. Platz. ,,Wir fanden die Bestätigung höherklassig wieder mitspielen zu können", meinte Wolfgang Titze. ,,Schließlich haben wir, zwar nur über jeweils 100 Wurf, im Vorfeld dieses Pokals die Landesligisten aus Ottendorf-Okrilla und von Lok Hoyerswerda eliminiert."

Die SV Kleinröhrsdorf, die verletzungsbedingt auf den frisch gekürten OKV-Meister Olaf Schurig verzichten musste, kam mit 2 518 Zählern über den 4. Platz nicht hinaus. ,,Wir hatten uns mehr vorgenommen, aber es war ein interessanter und hochkarätiger Leistungsvergleich", sagte Steffen Schurig.