(skl) Der Zoo Hoyerswerda hat kürzlich während des Tiergartenfestes den offiziellen Spendenscheck des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda erhalten. Der Verein unterstützt anlässlich des 60. Geburtstag des Zoos die Einrichtung mit 60 000 Euro.

Mit dieser Großspende wollen die Mitglieder einerseits den Umbau der Pinguinanlage unterstützen und andererseits beim Bau der neuen Leopardenanlage helfen. Der Verein hatte diese Finanzierung bereits im April dieses Jahres beschlossen.

Anfang des Jahres 2019 war der letzte Pinguin der einst 13-köpfigen Gruppe im Zoo Hoyerswerda verstorben. Daraufhin hatte die Zoo-Führung zunächst beschlossen, vorerst keine neuen Pinguine anzuschaffen und stattdessen das Pinguingehege umfassend zu sanieren. Anschließend sollen wieder neue Pinguine nach Hoyerswerda kommen.

Neue Pinguinanlage für Zoo Hoyerswerda

Mit den vom Zooverein zur Verfügung gestellten Mitteln kann nun ein Umbau des Wasserbeckens sowie der Gehegestruktur erfolgen und eine Dauerbeschattung des Wasserbeckens errichtet werden, hatte der Zoo mitgeteilt. Zudem soll über eine Tiefbohrung das Beckenwasser im Sommer gekühlt und im Winter erwärmt und zusätzlich über eine UV-Filtrierung regelmäßig gereinigt werden. Durch diese Maßnahmen hätte die nächste Pinguin-Generation dann auch in Hoyerswerda sehr gute Bedingungen, hatte Zooleiter Eugène Bruins betont.

Hoyerswerdas Zoovereins-Vorstandsvorsitzender Karsten Bormann erklärte im April die Spende mit der besonderen Bedeutung der Pinguine für den Zoo Hoyerswerda, aber auch für den Zooverein selbst. Schließlich war schon der Bau der Pinguinanlage im Jahr 1997 mit umfassender Unterstützung des Zoovereins und seiner Mitglieder verwirklicht worden.

„Für unseren Zoo ist der Verein der Zoofreunde Hoyerswerda gern bereit, Geld für die artgerechte Haltung der Tiere zur Verfügung zu stellen um so einen Betrag für die Kultureinrichtung Nummer eins für die Zukunft zu leisten“, so Vereinschef Karsten Bormann.

Mit dieser Großspende unterstützt der Zooverein nicht nur den Umbau der Pinguinanlage, sondern auch den Neubau der Leopardenanlage. Dafür sollen rund 165 000 Euro eingesetzt werden. Die Gelder stammen aus Spenden und Eigenmitteln des Zoos. Das Ziel: ein neues Gehege für die Leoparden San und Baobao – und die Hoffnung auf baldigen Leo-Nachwuchs.