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| 17:32 Uhr

Hoyerswerda
Es kann losgehen am alten „Zuse“

Ein Blick auf die Umbau-Pläne: Neben dem bestehenden Gebäude aus dem Jahr 1958 wird es einen großen und modernen Anbau geben. Insgesamt soll die neue Oberschule dann eine Front von etwa 140 Metern Länge haben. Wenn das Haus bezugsfertig ist, werden die beiden bestehenden Oberschulen „Am Stadtrand“ und „Am Planetarium“ geschlossen.
Ein Blick auf die Umbau-Pläne: Neben dem bestehenden Gebäude aus dem Jahr 1958 wird es einen großen und modernen Anbau geben. Insgesamt soll die neue Oberschule dann eine Front von etwa 140 Metern Länge haben. Wenn das Haus bezugsfertig ist, werden die beiden bestehenden Oberschulen „Am Stadtrand“ und „Am Planetarium“ geschlossen. FOTO: Sascha Klein / LR
Hoyerswerda. Fröstelnde Gäste, wärmende Aussichten: Weitere 1,5 Millionen Euro Fördermittel für den Umbau des alten Gymnasiums im WK I können fließen. In den Räumen sieht es fast aus wie vor 60 Jahren. Von Sascha Klein

Zumindest Schal und dicke Jacke gehören bei diesem Termin zum Standardrepertoire. Wenn selbst Hoyerswerdas OB Stefan Skora die Mütze beim Besuch von Kultusminister Christian Piwarz (CDU) nicht absetzt, muss es ordentlich kalt sein. Immerhin: Ein Umstand dürfte die fröstelnden Gäste in der Aula des einstigen Zuse-Gymnasiums im Hoyerswerdaer WK I zumindest emotional gewärmt haben: Piwarz hat die Förderzusage mit einem Wert von 1,5 Millionen Euro für die Schulsanierung im Gepäck. Das bedeutet: Der Großteil der Fördersumme steht, der Umbau kann beginnen – nachdem bereits die alte Turnhalle und das Haus 4 abgerissen worden sind.

Planer Thomas Gröbe stellt das Projekt für alle bildlich vor. Er spricht von Fachkabinetten für Physik, Chemie und Biologie, von mehrräumigen Lernlandschaften pro Klassenstufe und einer neuen 200 Quadratmeter großen Bibliothek und Mediathek. Dass diese Visionen schon im Frühjahr 2020 Realität sein sollen, erscheint angesichts des aktuellen Zustands des Hauses schwer vorstellbar. Denn aktuell sieht fast alles nach Rohbau aus. Das Haus erscheint zurzeit so wie zu seinem Bau vor fast genau 60 Jahren. Es ist die erste Schule in der Hoyerswerdaer Neustadt gewesen – mit einem Design, das es so nur noch einige wenige Male in Ostdeutschland gibt. Was die Bauzeit angeht, sind sich Planer und auch Bau-Fachbereichsleiter Dietmar Wolf einig: Das klappt.

Für die Stadt Hoyerswerda ist der Umbau des alten Zuse-Gymnasiums zur neuen Oberschule das zurzeit umfangreichste Projekt. Laut Dietmar Wolf erhält Hoyerswerda für die Sanierung rund neun Millionen Euro aus mehreren Fördertöpfen, davon allein aus dem Projekt Stadtumbau Ost 6,8 Millionen. Insgesamt wird die neue Schule im historischen Gebäude etwa 12,5 Millionen Euro kosten. Dazu kommt noch eine Dreifeld-Sporthalle auf dem Gelände der einstigen 12. Oberschule, das direkt anschließt. Sie wird mit etwa fünf Millionen Euro veranschlagt.

Die zentrale Zufahrt für Schule und Sporthalle soll ab 2020 nicht mehr über die Konrad-Zuse-Straße erfolgen, sondern über die Stauffenberg-Straße. Das bedeutet: An- und Abreise der Schüler führt nicht durch den WK I. An der Stauffenberg-Straße wird auch der neue Parkplatz entstehen.

Sanierung des Zuse-Gymnasiums kann beginnen FOTO: LR