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Schulsanierung
Sanierung der Schule Laubusch wirft ihre Schatten voraus

Noch im alten Glanz: Die ersten Planungsleistungen für eine Sanierung der Schule am Markt wurden vergeben...Foto: Anja Guhlan ....
Noch im alten Glanz: Die ersten Planungsleistungen für eine Sanierung der Schule am Markt wurden vergeben...Foto: Anja Guhlan .... FOTO: Anja Guhlan / Guhlan Anja
Laubusch. Die Wiederinbetriebnahme der Schule am Laubuscher Markt als künftige Grundschule ist das derzeit größte Vorhaben der Stadt Lauta. Jetzt hat der Lautaer Stadtrat die Planungsleistungen vergeben - allerdings nicht einmütig. Von Anja Guhlan

Damit die historische Schule am Markt in Laubusch zur 1,5-zügigen Grundschule mit Hort und Ganztagsangeboten werden kann, wird sie saniert und umgebaut. Für das Vorhaben hat die Stadt Lauta eine erste Fördermittelzusage von 1,1 Millionen Euro erhalten. Insgesamt waren 3,6 Millionen beantragt worden. Bürgermeister Frank Lehmann zeigt sich aber zuversichtlich die restlichen 2,5 Millionen Euro zu erhalten. Denn das Land habe die Stadt aufgefordert, die Planungen zügig voranzubringen.

So hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung die ersten Planungsleistungen vergeben. Mehrheitlich mit acht Ja- und vier Nein-Stimmen wurden sowohl die Objektplanung des Gebäudes und der Innenräume als auch die Fachplanungen für die technische Gebäudeausrüstung an Fachfirmen übertragen. Die Objektplanung wird die Dresdener Bauconzept GmbH übernehmen. Sie erreichte in der europaweiten Ausschreibung im Teilnehmerwettbewerb mit drei anderen Bewerbern die höchste zu vergebende Gesamtpunktzahl von 100 Punkten. Die Fachplanung für die technische Gebäudeausrüstung wie Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik übernimmt das Ingenieurbüro Giesel aus Niesky, das sich im Teilnehmerwettbewerb gegen einen weiteren Bewerber aus Weißwasser mit 99 Gesamtpunkten durchsetzte. Die Fachplanung für die Elektroplanung und Kommunikationstechnik übernimmt das Ingenieurbüro Lehner & Sachse aus Wilthen, das als einziger Bewerber antrat. Die Kosten für die Planungen sind mit insgesamt rund 650 000 Euro anvisiert.

Derweil umtreibt einige Stadträte die Sorge, dass der Kostenrahmen - mit 5,4 Millionen Euro ist das Vorhaben veranschlagt - gesprengt wird. So fragte Stadtrat Hubert Förster (Freie Wähler), ob die Gemeinde Elsterheide als interkommunaler Partner beim Umbau und der Sanierung der Schule am Markt weiterhin mit im Boot bleibe und sich auch an eventuellen zusätzlichen Kosten beteilige. Bürgermeister Frank Lehmann beruhigte. „Ich bin ganz bei Ihnen, dass wir mit Argusaugen auf das Vorhaben und die Kosten blicken müssen. Mit der Gemeinde Elsterheide gab es aber bisher keine Absprachen für diesen eventuellen Fall.“ Er versicherte jedoch, mit der Gemeinde Elsterheide darüber zu sprechen. „Beim Startpunkt weiß man nie genau, wie ich am Ende durchs Ziel kommen werde“, sagte Frank Lehmann.

Die gesamte CDU-Fraktion steht dem Vorhaben weiterhin skeptisch gegenüber und versagte ihm ihre Zustimmung. Ihr Vorsitzender Michael Rischer: „Für einige Bürger mag mit der Sanierung der Schule ein Traum in Erfüllung gehen. Rund 95 Prozent der Bevölkerung haben davon keinen Vorteil.“ Das findet Stadtrat Rainer Tomczyk (Die Linke) vollkommen überzogen. Auch Bürgermeister Frank Lehmann sagt, dass er dazu ein ganz anderes Stimmungsbild aus der Bevölkerung eingefangen habe.