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| 01:02 Uhr

Samba zum Tanz des Jahres gekürt

Hoyerswerda/Berlin.. Erstmals hat der internationale Tanzlehrerverband für das Jahr 2005 einen Paartanz zum „Tanz des Jahres“ ausgewählt und zwar Samba. Heiderose Kinastowski

Darüber informiert Tanzlehrerin Rosmarie Schulze, die vor kurzem an einer Weiterbildungsveranstaltung des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes (ADTV) in Berlin teilnahm. Die dreistündige Schulung wurde gleichzeitig in fünf deutschen Städten, in Hamburg Dortmund, Stuttgart, Nürnberg und Berlin durchgeführt. Begeistert erzählte Rosmarie Schulze, dass der Tanz des Jahres den ADTV-Tanzschulen erstmalig die Chance gibt, einen Gesellschaftstanz ein Jahr lang zu präsentieren. „Während des Seminars hatten wir Gelegenheit“ , sagte die Tanzlehrerin, „uns über das Thema ,Tanz des Jahres 2005' zu informieren. Wir waren in Berlin rund 30 Teilnehmer, Tanzlehrer und Azubis.“ Vermittelt wurden im Kurs die Tanzarten Samba, Disco-Samba - als Zwei-Schritt oder Drei-Schritt-Samba, Linedance/Party-Samba und Brasilianische Samba.
Die Tanzlehrer erfuhren während der Weiterbildung auch Interessantes zur Geschichte der Samba. Sie ist ein Sammelbegriff für verschiedene brasilianische Lied- und Tanzformen afrikanischen Ursprungs. Ihre Quellen führen bis in die Zeiten der Sklaverei in Afrika zurück, als die Samba bei den Bantus anlässlich der Kriegerweihe getanzt wurde. Bedingt durch die europäische Kolonisation Südamerikas im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Samba-Reigen- und Rundtänze zu Paartänzen umfunktioniert. Seit den 20er- Jahren bezeichnet Samba einen schnellen Tanz in geradem Takt. Als Gesellschaftstanz wurde die Samba nach dem Ersten Weltkrieg in Europa bekannt, kam aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg in Mode und gehört heute zu den Gesellschaftstänzen. Seit 1959 ist Samba auch Turniertanz.
Beeindruckt war Rosmarie Schulze vom praktischen Kursangebot. Während Gabi Hesse von der Tanzakademie des ADTV die Tanzarten Linedance und Disco-Samba vermittelte, unterrichtete Sambalehrer, Joaquim Rodrigues, der aus Rio de Janeiro stammt und seit vier Jahren in Deutschland lebt, Brasilianische Samba. „Der Tag war stressig, aber die Teilnahme hat sich gelohnt“ , resümierte die Tanzlehrerin. Bei der Weiterbildung seien viele Denkanstöße gegeben worden, die sie gut für ihren Unterricht im Kinder- und Jugendbereich, aber auch bei den Erwachsenenkursen anwenden könne. Rosmarie Schulze fügte hinzu, dass sie die Disco-Samba gern in den Ehepaarzirkeln vermitteln möchte.