ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:51 Uhr

Sachsenforst macht dem wilden Müllparkplatz an der B 97 ein Ende

Im kommenden Frühjahr sollen auf dem wilden Parkplatz an B 97 kurz vor Hoyerswerda Bäume und Sträucher gedeihen. Foto: Jan Augustin
Im kommenden Frühjahr sollen auf dem wilden Parkplatz an B 97 kurz vor Hoyerswerda Bäume und Sträucher gedeihen. Foto: Jan Augustin FOTO: Jan Augustin
Hoyerswerda. Offiziell war er nie einer, geduldet wurde er dennoch – der wilde Parkplatz an der B 97 zwischen Hoyerswerda und dem Abzweig Burg. Der Staatsbetrieb Sachsenforst hat dem nun ein Ende bereitet. jag

Der etwa 300 Meter lange Abschnitt wird gerade für eine Aufforstung vorbereitet. Doch nicht das Parken, sondern die jahrelange illegale Entsorgung von Hausrat ist der eigentliche Grund für die Wiederbewaldung. Forstbezirksleiter Holm Karraß bringt das auf die Palme: "Das ist zu einer wilden Müllkippe mutiert." Tonnenweise Müll seien hier in der jüngeren Vergangenheit abgeladen und dann auf Landkreiskosten wieder abtransportiert worden. Allein in diesem Jahr wurden an dieser Stelle in zwei Großaktionen über mehrere Tage rund fünf Tonnen Müll aufgenommen und entsorgt.

Derweil ist in den vergangenen Tagen eine etwa 30 Zentimeter dicke Schotterfläche ausgehoben worden, die später mit fruchtbarer Erde aufgefüllt wird. Im kommenden Frühjahr sollen dort Eichen und Sträucher angepflanzt werden. "Das wird ein schöner Waldrand", glaubt Karraß, der aber auch weiß, dass allein mit dieser Maßnahme das Problem des illegalen Müllabladens nicht aus der Welt geschaffen ist. Gleich ein paar Hundert Meter weiter Richtung Hoyerswerda am alten GST-Gebäude sollen Umweltsünder die Waldfläche für ihren Müll missbrauchen.

Zum Thema:
Der Sachsenforst ist die Forstverwaltung des Freistaates Sachsen. Er wurde zum 1. Januar 2006 gegründet. In ihm sind zwölf Forstbezirke, drei Schutzgebietsverwaltungen und die Zentrale im Pirnaer Ortsteil Graupa organisiert. Sachsenforst ist für 523 782 Hektar Wald verantwortlich. Wesentliche Aufgaben sind die forstfachliche Beratung und Betreuung der über 85 000 Waldbesitzer, die Bewirtschaftung des Landeswaldes und die Zuständigkeit für die bedeutendsten Großschutzgebiete. Der Staatsbetrieb beschäftigt 1 361 Mitarbeiter und 138 Auszubildende.