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| 21:58 Uhr

Lausitzer Seenland
Pläne für den Ausbau der Kleinen Spree sind genehmigt

Spreetal/Senftenberg. LMBV: Der Baubeginn ist für Herbst 2018 vorgesehen.

Das Land Sachsen hat die Pläne der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) zum Ausbau der Kleinen Spree von Burghammer bis Spreewitz genehmigt. Das offizielle „grüne Licht“ erhielten die Lausitzer Bergbausanierer Ende März in der Landesdirektion in Dresden.

Das Projekt ist der zweite Teil des Gewässerbauvorhabens „Wasserspeichersystem Lohsa II“. Der erste Teil umfasste die Herstellung der Speicherbecken Lohsa II und Burghammer aus den ehemaligen Braunkohlentagebauen.

Der Ausbau der Kleinen Spree von Burghammer bis Spreewitz in der Gemeinde Spreetal ist ein wichtiger Bestandteil des Wasserspeichersystems Lohsa II, das aus den drei Speicherbecken Dreiweibern, Lohsa II und Burghammer besteht. Wie Uwe Steinhuber von der LMBV weiter informiert, dient das Speichersystem Lohsa II der Niedrigwasseraufhöhung der Spree „und damit dem Schutz des Biosphärenreservates Spreewald und der Stützung des Wasserhaushaltes von Berlin“.

Mit dem geplanten Ausbau der Kleinen Spree auf 5,4 Kilometern Länge von Burghammer (Straßenbrücke K9215) bis zur Mündung des Gewässers in die Spree soll ein Abfluss von bis zu sieben Kubikmetern pro Sekunde in einem naturnah gestalteten, ökologisch durchgängigen Flussbett hergestellt werden.

„Der Ausbau erfolgt im gesamten Bereich weitestgehend einseitig, so dass ein geringstmöglicher Eingriff in die Natur zu verzeichnen ist“, so Steinhuber. Bei der Planung wurden die Ausbauabschnitte wechselnd an denjenigen Uferbereich gelegt, an dem mit geringeren ökologischen Verlusten zu rechnen ist. In ausgewählten Bereichen werden Aufweitungen, kleine Inselflächen, Schilfflächen und unterschiedlich geneigte Böschungen angelegt. Das Vorhaben schließt auch die Entnahme vorhandener Eisenhydroxidschlammablagerungen im und am Gewässer mit ein.

Der Baubeginn ist für den Herbst/ Winter 2018/2019 vorgesehen. In diesem Zeitraum sollen die erforderlichen Holzungsarbeiten für die Baustellenfreimachung ausgeführt werden. Der eigentliche Ausbau beginnt dann 2019. Nach derzeitigen Schätzungen der LMBV wird dieser etwa zwei Jahre umfassen.

(cw)