Von Kathleen Weser

Die Löschkräfte der freiwilligen Feuerwehren sind derzeit in Ostsachsen im Dauereinsatz. Die Lage in Wald und Flur ist aufgrund der langen Trockenperiode und böig auffrischener Winde brenzlig.

In der Nähe von Horka an der Staatsstraße 101 bei Ralbitz-Rosenthal (Kreis Bautzen) hat am Wochenende ein Brandstifter ein Großfeuer auf etwa 30 Hektar Feld- und weiteren sechs Hektar Waldfläche verursacht. Das bestätigt Thomas Herrmann, Sprecher des Führungs- und Lagezentrums der Polizeidirektion Görlitz. Die Feuerwalze war auf das Dorf zugerollt und hatte die Straße bereits überrollt.

Bei dem Löscheinsatz ist ein Feuerwehrmann verletzt worden. „Der 21-Jährige musste mit einer Rauchgasvergiftung ins Klinikum Hoyerswerda gebracht werden“, so der Polizeisprecher weiter.

„Die Vielzahl der Löscheinsätze fordert die Freiwilligen der Feuerwehren derzeit enorm“, bestätigt Dirk Reich, Schichtführer der Leitstelle Ostsachsen in Hoyerswerda. Mehr als 400 Einsätze waren innerhalb von 24 Stunden allein vom Freitag zum Sonnabend koordiniert worden. Da in der Nacht zum Sonntag in Ostsachsen einige Liter Regen gefallen sind, hat sich die Lage im Norden der Landkreise Bautzen und Görlitz leicht entspannt. Die Brandgefahr steige aber bereits wieder an.

In Brandenburg haben Bahndammbrände den Schienenweg von Cottbus nach Falkenberg/Elster lahm gelegt. Bei Finsterwalde und Wildgrube (Elbe-Elster) waren etwa 500 Löschkräfte im Einsatz.