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Rutschung am Lohsaer Bahndamm

Abbruchkante nahe des Bahndamms: Im Hintergrund schimmert der Silbersee. Foto: LMBV
Abbruchkante nahe des Bahndamms: Im Hintergrund schimmert der Silbersee. Foto: LMBV FOTO: LMBV
Lohsa/Senftenberg. Die Rutschung vom Donnerstagnachmittag am Bahndamm am Silbersee bei Lohsa ist glimpflich ausgegangen: Zwar ist es am südlichen Rüttelstopf-Gerät auf der abgesperrten LMBV-Baustelle nahe der Gemeinde Lohsa zu einer Rutschung gekommen. Der Damm, auf dem die Geräte arbeiten, habe jedoch gehalten, teilt Bergbausanierer LMBV mit. Sascha Klein

Die Rutschung hat die Größe von 200 Metern bei einer Breite von rund 100 Metern.

Die vor Ort tätigen Arbeiter der beauftragten Firma Keller Grundbau GmbH, die ihren Hauptsitz in Offenbach hat, sind nicht verletzt worden. Die umfangreichen Sicherheitsvorkehrungen haben sich nach LMBV-Ansicht erneut bewährt. Durch das umsichtige Verhalten der Mannschaften sei es auch möglich gewesen, die Fahrzeuge sofort aus dem Gefahrenbereich zu bringen. Die Sicherungsarbeiten finden dort im Auftrag des sächsischen Oberbergamtes statt.

Die zuständigen LMBV-Mitarbeiter und behördlich bestellten Gutachter haben sich unmittelbar nach dem Geländeabbruch an die Baustelle begeben, um das Ereignis zu bewerten. Eine technische Untersuchungskommission wurde laut LMBV eingerichtet.

Das behördlich zuständige sächsische Oberbergamt hat sich am Freitag vor Ort am Silbersee über den Hergang und das Ausmaß des Böschungseinbruches informiert. Das Bergamt wird die weiteren Untersuchungen leiten, so die LMBV. Die Arbeiten am Bahndamm Lohsa sind bis auf Weiteres eingestellt. Bereits im vergangenen Jahr hatte es an der Baustelle des etwa zwei Kilometer langen Bahndamms einen größeren Abbruch gegeben. Damals waren zehntausend Kubikmeter Erdreich in den Silbersee gerutscht. Nach der Sanierung dieses Abschnitts will die Deutsche Bahn AG die Strecke wieder nutzen.

Der Silbersee war ab 1971 nach dem Auskohlen des einstigen Tagebaus Werminghoff II entstanden. Von 1938 bis 1960 wurde dort Braunkohle gefördert.