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Über ein Dutzend Schafe gerissen
Rosenthaler Problemwölfe schlagen offenbar wieder zu

Symbolfoto: Ein Wolf streift am 26.04.2011 durch ein Gehege des Wolfcenter Dörverden in Niedersachsen.
Symbolfoto: Ein Wolf streift am 26.04.2011 durch ein Gehege des Wolfcenter Dörverden in Niedersachsen. FOTO: Ingo Wagner / dpa
Bautzen. In Laske bei Bautzen sind am Wochenende mehr als ein Dutzend Schafe einer Herde gerissen worden. Der Besitzer geht davon aus, dass es Wölfe waren, Wölfe aus dem Rosenthaler Rudel, das immer wieder durch solche Überfälle für Schlagzeilen sorgt.

Wie viele Tiere aus der rund 200-köpfigen Herde gerissen wurden, ist am Sonntagabend noch unklar. Mindestens ein Dutzend haben Schäfer Sven Schlafke und seine Helfer nach einem nächtlichen Angriff auf die Herde gefunden. Einige Tiere werden weiter vemisst. Manche Tiere waren noch nicht tot, mussten von einem Tierarzt eingeschläfert werden.

Der Ort des Angriffs liegt mitten im Revier des Rosenthaler Rudels, das immer wieder durch Wolfsangriffe auf Schafe von sich Reden macht. Auf das Konto des Wolfsrudels sollen 2016 mehr als zehn Übergriffe auf Schafs- und Ziegenherden gegangen sein. In diesem Jahr bilanzieren sie bereits über elf gerissene Schafe.

Flatterband, hohe Zäune – alles, was gefordert wird, hat Schäfer Sven Schlafke getan. Den Angriff konnte er trotzdem nicht verhindern.Bereits zum zweiten Mal haben die Wölfe seine Herde attackiert.

Landrat Michael Harig (CDU) hat mehrfach den Abschuss der „Problemwölfe“ gefordert. Bisher hat das Umweltministerium in Dresden seine Anträge stets abgelehnt. Am Abend wiederholt er seine Forderung im MDR.

(bob)