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Roland Ermer

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Beruf: selbstständiger Bäckermeister Partei: CDU Geburtsjahr: 1964 Wohnort: Bernsdorf Was die Lausitz am dringendsten braucht: Wir leben in einer wunderbaren Region mit sauberer Luft, viel Kultur, guten Schulen und lebenswerten Traditionen. Um unsere Region attraktiv zu halten, muss der Strukturwandel als nationale Aufgabe verstanden werden.

Ebenso müssen die Rahmenbedingungen wie z. B. Verkehrsinfrastruktur und Digitalisierung stimmen.

Was die Lausitz überhaupt nicht braucht: Wir brauchen keine ideologische Politik, die die Arbeitsplätze und den Wohlstand gefährdet. Der Mensch und die Natur stehen im Mittelpunkt und es ist Aufgabe guter Politik, die richtige Balance zu finden.

Wofür ich mich besonders stark machen will: Ich stehe für mehr Leistungsgerechtigkeit, sichere und gut bezahlte Arbeitsplätze. Die Sicherheit der Bürger, die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie der Zusammenhalt und die Pflege unserer Traditionen stehen für mich im Mittelpunkt.

Was ich unbedingt verändern will: Wir brauchen keine Revolution. Wir brauchen endlich eine gewisse Entbürokratisierung der Arbeit, um zukunftsfähig zu bleiben. Handwerk und Familie müssen mehr Beachtung finden.

Mit oder ohne Kohle - wie sieht die wirtschaftliche Zukunft der Lausitz aus: Ob zu DDR-Zeiten oder auch nach der Wende, die Region hat maßgeblich von der Energiepolitik, insbesondere durch die Braunkohle, profitiert. Bis heute war die intensive Nutzung der Kohle im Sinne des nationalen Interesses. Wir brauchen auch weiterhin die Kohle, jedoch müssen wir den Strukturwandel meistern.

Wie ist Ihre Vision von der Lausitz 2030: Sichere und gute Arbeitsplätze vom Handwerk bis zur Hochtechnologie im Verbund mit unseren Hochschulen geben den Menschen Wohlstand und Sicherheit. Der Zusammenhalt der Gesellschaft sowie die sorbische Kultur und Tradition werden gelebt und wertgeschätzt.

Ihre wichtigsten Ziele im Bundestag: Der Erhalt und die Stärkung bzw. die Wiedereinführung des Meisterbriefes sowie die Aufwertung und Ausweitung der dualen Bildung haben für mich höchste Priorität. Deutschland muss wieder ein Land des Ermöglichens werden. Dazu muss Bürokratie abgebaut und Freiraum für Kreativität und Innovation geschaffen werden.