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| 18:35 Uhr

Kommentar
Riesengewese um Wolfshöhle

 Rita Seyfert
Rita Seyfert FOTO: LR / Sebastian Schubert
Kann man über den Wolf eigentlich noch sachlich reden? Die Wellen schlagen hoch, wenn das Thema auf Lupus canis kommt. Von Rita Seyfert

Die einen wollen ihn abschießen, die anderen protestieren. Meist sind es die Schäfer, bei denen die Nerven blank liegen. Diesmal entzündete sich der Interessenkonflikt zwischen einer Bundesbehörde und einem Naturschutzverein. Grund für den Zoff ist eine unbewohnte Wolfshöhle. Sie befindet sich in jenem Sperrgebiet, dessen Erdboden bei der Rutschung 2010 eine Schafherde verschluckte. Damals war es nicht der Wolf. Doch vielleicht ist es diesmal Karma. Denn das Schicksal droht sich zu rächen. Damit das Sperrgebiet irgendwann wieder gefahrlos betreten werden kann, sind Sprengarbeiten nötig. Sämtliche Hohlräume im Erdreich sollen dabei verfestigt werden und lassen nichtfachkundige Fans ökologisch angebauter Reiswaffeln aufschreien. Dazwischen stehen die Behörden. Sie dürfen jetzt entscheiden, was geht und warum.