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| 13:57 Uhr

Hoyerswerda
Veränderte Perspektive auf die Lausitzer Heimat

 Rico Hofmann (l.) und Christian Kühne betrachten die Ausstellung „Gute Aussichten – Luftaufnahmen unserer Region“.
Rico Hofmann (l.) und Christian Kühne betrachten die Ausstellung „Gute Aussichten – Luftaufnahmen unserer Region“. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Rico Hoffmann stellt Luftaufnahmen in der Hoy-Reha Tagesklinik aus. Die Bilder sind bis Januar zu sehen. Von Katrin Demczenko

„Wir haben eine schöne Heimat.  Das wird erst von oben deutlich.“ Das hat die fachliche Leiterin der Hoy-Reha Tagesklinik Bärbel Kuß formuliert, als dort die Ausstellung „Gute Aussichten –  Luftaufnahmen unserer Region“ eröffnet wurde. Der freiberufliche Fotograf Rico Hoffmann aus Hoyerswerda präsentiert bis Ende Januar nächsten Jahres 13 großformatige Fotos.

Viele Besucher wollten sich anschauen, wie unter anderem die Energiefabrik Knappenrode, Keula, das Lausitzer Seenland bei Geierswalde, Seidewinkel und natürlich Hoyerswerda von oben aussehen. In den vergangenen zwei bis drei Jahren war Rico Hoffmann öfter mit seiner Drohne unterwegs, um die Bilder aufzunehmen. Das gelingt am frühen Abend bei flachem Sonnenstand und mit diffuser Bewölkung am besten, erklärt der 46-jährige Fotograf. Er ist meistens für Firmen aus der Region tätig und macht eher selten Ausstellungen. Arbeiten wie „100% Menschen unserer Stadt“ im Rahmen des Jahresprojektes der Kulturfabrik zum 750. Gründungsjubiläum von Hoyerswerda hat er aber im Lausitz-Center gezeigt.

Der Hoy-Reha-Geschäftsführer Christian Kühne sagte, dass „die Luftaufnahmen im wahrsten Sinne des Wortes den Raum vergrößern“. Die veränderte Perspektive von oben lasse die Lausitz in einem anderen Licht erscheinen. Er verglich die schönen Fotos sogar mit der Vielzahl der Therapien, mit denen seine Mitarbeiter die Menschen behandeln. Bei der Arbeit bilden sie zusammen den ganzheitlichen Ansatz, sagte Christian Kühne. Rico Hoffmanns Fotos seien wie Wimmelwelten, in denen eine Menge Details zu entdecken sind, die alle zur Heimat gehören.

Zu den Vernissage-Besuchern gehörte auch der Hoy-Reha-Mitarbeiter Christoph Kölling, der seinen Chef nach einem bestimmten Gebäude auf einer Aufnahme fragte. „Das ist die Christliche Schule Johanneum“, bekam er zur Antwort. Kölling erkannte, dass das moderne Haus die Form des Buchstaben „J“ hat, was vom Boden aus nicht zu sehen ist. Auch andere Gäste studierten die Bilder genau, um sich zunächst zu orientieren und dann Einzelheiten zu erkennen und zuzuordnen. „So lassen sich Ecken der Heimat entdecken, die man bisher noch nicht kennt“, fasste Bärbel Kuß den Sinn der Ausstellung zusammen.