(sey) Schnipp, schnapp! Mit einem beherzten Scherenschnitt durch das grün-weiß gestreifte Band hat Oberbürgermeister Stefan Skora (CDU) am Montag den Radweg Kühnichter Straße offiziell freigegeben. Das 750 Meter lange, asphaltierte Teilstück verbindet das Stadtgebiet von Hoyerswerda mit dem Scheibe-See.

Der Ausbau erfolgte in einer Breite von zweieinhalb Metern. Ein beidseitig eingebrachter Wurzelschutz soll Wurzelschäden vermeiden. Zwischen dem neuen Radweg und dem Wald wurde außerdem ein zweieinhalb Meter breiter Brandschutzstreifen hergestellt. Die gerodeten Bäume werden durch Laubbäume im städtischen Wald in Zeißig ersetzt.

Zur Erhöhung der Verkehrs­sicherheit wurde im Bereich der Buswendestelle der Haltestelle „Am Waldfriedhof“ die Straßenbeleuchtungsanlage durch den Einbau zweier zusätzlicher Leuchten aus Rückbaumaterial ergänzt. Im Zuge der Maßnahme wurden durch die Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH auch eine Schmutzwasserdruckleitung und eine Datennetzleitung zur Erschließung des Scheibe-Sees verlegt.

Im Juli 2016 hatten die Planungen für den Radweg begonnen. Die Gesamtkosten betragen 230 000 Euro. Im Rahmen der Förderung des kommunalen Straßen-und Brückenbaus des Freistaates Sachsen wird diese Baumaßnahme zu 90 Prozent mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Wie OB Stefan Skora bei der Eröffnung sagte, werde die Kühnichter Straße die Stadt auch in Zukunft beschäftigen. So könnte die „Kühnichter Spange“ als Verbindungsstraße durch den Freizeitkomplex hinterm Klinikum bis zur Weinertstraße den angespannten Straßenverkehr in diesem Bereich entlasten und soll daher wieder in die Diskussion gebracht werden.

Als letzter Netzergänzungsabschnitt der touristischen Radwegeverbindung zum Scheibe-See soll voraussichtlich 2020 der Ausbau zwischen dem Bauende kurz hinter der Zufahrt Gewerbegebiet Kühnicht und dem Scheibe-See-Rundweg erfolgen.