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| 10:45 Uhr

Zoo Hoyerswerda
Putztag im Hoyerswerdaer Zoo

Christian Rößler und Heidi Brechling tragen Laub zusammen. ⇥Foto: Katrin Demczenko
Christian Rößler und Heidi Brechling tragen Laub zusammen. ⇥Foto: Katrin Demczenko FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Das für November außergewöhnlich schöne Wetter haben etwa 45 Helfer – vom Vorschulkind bis zum Rentner – zum Herbstputz des Vereins der Zoofreunde Hoyerswerda im Zoo inmitten der Altstadt genutzt. Von Katrin Demczenko

Maschinenbauingenieur Ivo Fuchs aus Spremberg hat beim Zooputz in Hoyerswerda das undichte Wasserbecken der Roten Sichler, einer Ibis-Art, repariert .Er arbeitete mit, weil er in der Stadt an der Schwarzen Elster aufgewachsen ist und den Zoo aus Kindertagen kennt.

Vereinsmitglieder, Vertreter der Initiative Stadtwunder und andere Helfer verschnitten Sträucher nahe des Zooeingangs und entfernten Herbstlaub von allen Wegen sowie von der Zoowiese. Dabei half auch der fünfjährige Emilius, der mit aller Kraft und sehr stolz die große, beladene Schubkarre allein in den Wirtschaftshof des Zoos schob.

Christian Rößler von den Zoo­freunden kommt gern zu den zweimal jährlich stattfindenden Putzaktionen, sofern es seine Arbeitszeit erlaubt. Sein Ziel ist, dass alle Bürger auf sauberen Wegen durch dieses Naherholungsgebiet gehen können. Zooleiter Eugene Bruins lobte die regelmäßige Hilfe des Vereins und verwies auf die diesmal im Kranichgehege möglichen Arbeiten. Die Tiere konnten die Reinigungsarbeiten auf der jetzt ungenutzten ehemaligen Känguruanlage abwarten.

Zur weiteren Umgestaltung des Zoos in einen Geozoo sagte Eugene Bruins, dass der nächste Schritt der Bau des neuen Stalls für die Kamele ist. Dieser wird zur Kamelanlage auf der künftigen Afrikasavanne gehören, die zwischen dem jetzigen Wirtschaftshof und der Zebraanlage geplant ist. Wenn die Kamele umgezogen sind, kann auf dem dann freien Gelände nahe der Fischerstraße der neue Wirtschaftshof entstehen, der den Mitarbeitern die Arbeit erleichtert, so Eugene Bruins.

Dem Dauerproblem mit der Wasserqualität und dem täglichen Wasserverlust von maximal 40 000 Litern in Zooteich und Schlossgraben soll jetzt mit der wieder aufgegriffenen Idee „Fließende Welle“ aus den 1990er-Jahren beigekommen werden. Bisher erhalten beide Gewässer abwechselnd Wasser aus der Alten Elster, die am CSB-Kinderhaus „Am Zoo“ vorbeifließt. Künftig soll von dort nur der Schlossgraben versorgt werden. Das Wasser fließt dann oberirdisch in den Zooteich, zum Pinguinbecken, durch die Afrikasavanne Richtung Teschenstraße bis zum Kinderhaus am Elsterbogen. Dort soll es wieder in die Alte Elster münden. Ziel der Fließenden Welle ist, dass die bisher stehenden Gewässer Zooteich und Schlossgraben einen natürlichen Zu- sowie Abfluss bekommen, erklärte der Geschäftsführer der Zoo, Kultur und Bildung gGmbH, Arthur Kusber, während des Zooputzes. Das Projekt wurde mit der Ideenliste städtischer Bauvorhaben an das Land Sachsen geschickt, das nun entscheidet, ob eine Förderung über das Programm „Zukunft Stadtgrün“ möglich ist.

Karsten Bormann, Vereinsvorsitzender der Zoofreunde, benannte als Vorhaben im neuen Jahr zunächst den Frühjahrsputz im Zoo. Für Anfang Februar ist die Teilnahme am Markt der Möglichkeiten beschlossene Sache. Der Verein unterstützt das 40.Tiergartenfest im September, das Teil der Feierlichkeiten zur Ersterwähnung von Hoyerswerda vor 750 Jahren sein wird. Konkrete Projekte zur Arbeit für den Zoo gibt es jetzt nicht, denn darüber entscheiden alle Mitglieder auf der Jahresversammlung 2018. Sie wählen dann auch einen neuen Vorstand.