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Pure Begeisterung am Triathlon

Die Massenstarts auf die Schwimmstrecke – hier für den XXL-Triathlon - sind am Strand des Dreiweiberner Sees immer besonders eindrucksvoll.
Die Massenstarts auf die Schwimmstrecke – hier für den XXL-Triathlon - sind am Strand des Dreiweiberner Sees immer besonders eindrucksvoll. FOTO: wml1
Lohsa. Mehr als 1280 Sportler kamen in diesem Jahr zur 29. Auflage des Sparkassen KnappenMan an den Dreiweiberner See. Der Triathlonwettbewerb im Lausitzer Seenland wird immer internationaler. Werner Müller / wml1

Das Triathlon-Fieber im Lausitzer Seenland ist ungebrochen. Auch in diesem Jahr strömten die Sportler in Scharen an das Ufer des Dreiweiberner Sees, um sich hier auf unterschiedlichsten Distanzen im Schwimmen, Radfahren und Laufen zu messen. In zehn verschiedenen Wettbewerben wurden am vergangenen Wochenende nicht nur die besten Einzelstarter und Staffeln ermittelt, sondern in allen Disziplinen auch die sächsischen Meister gekürt.

Und die Sportler leisteten dabei Unglaubliches. Beim XXL-Triathlon begaben sich die Teilnehmer zum Beispiel auf eine 3,8 Kilometer lange Schwimmstrecke, fuhren 180 Kilometer Fahrrad und absolvierten eine Marathon-Laufstrecke von 42,2 Kilometer - 44 Einzelstarter und fünf Staffeln absolvierten diesen "langen Kanten", aus dem am Ende Marko Weber vom TV Barchfeld als Sieger hervorging. Entsprechend kleiner waren freilich die XS-Wettkämpfe für Schüler und Jugendliche oder der Schnupper-KnappenMan S mit 400 Meter Schwimmen, zehn Kilometer Radfahren und 2,5 Kilometer Laufen - also für jeden Anspruch, für jede Alters- und Leistungsklasse etwas dabei.

KnappenMan-Gesamtleiter Torsten Kilz, Präsident des veranstaltenden Sportbundes Lausitzer Seenland - Hoyerswerda, war am Ende der beiden Triathlon-Tage mehr als zufrieden. "1284 Teilnehmer sind ein neuer Teilnehmerrekord. Dazu kommt, das wir inzwischen auch international bekannt werden. Am KnappenMan 2017 haben Sportler aus zehn Ländern teilgenommen. Unter anderem aus den USA, Schweiz, Österreich, Polen, Tschechien", erklärt er. "Wir sind einfach international geworden. Wir werden jedes Jahr besser und feilen an der Qualität unserer Veranstaltung."

Das nehmen auch die teilnehmenden Sportler so wahr. Aus Bautzen war zum Beispiel Sven Neumann angereist, der als Startnummer 284 die XL-Distanz mit 1,9 Kilometer Schwimmen, 90 Kilometer Radfahren und 21,1 Kilometer Laufen auf sich nahm. "Ich trainiere das ganze Jahr, um hier teilnehmen zu können. Der Wettbewerb ist immer super organisiert. Und von unserem Verein BLV Bautzen waren heute sechs Mann am Start", erklärte er.

Zum vierten Mal war bereits Mathias Starke aus Berlin beim KnappenMan XL auf die Strecke gegangen. Auch er bestätigt den guten Ruf der Veranstaltung in den Triathlon-Kreisen "Und ich bin nächstes Jahr wieder dabei."

Eine Premiere war die Teilnahme für Steffen Lindner vom Chemnitzer Team Lindner. Er hat durch Markus Thomschke von dem Sportevent im Seenland gehört und war voriges Jahr erstmal als Zuschauer hier. Diesmal ging er an den Start und war von Schwimmstrecke, Radstrecke und Laufstrecke sehr angetan. "Auch die Startpreise sind in Ordnung."

Der Wettbewerb ist nur dank der mehr als 100 Helfer möglich, die im Vorfeld beim Aufbau, als Streckenposten und bei der Verpflegung für die Sportler unterstützen. Mareike Jokusch, die Geschäftsführerin des Sportbundes Lausitzer Seenland, freut sich über eine Schulklasse des Foucault-Gymnasiums Hoyerswerda. "Die ganze Klasse hat mit ihrer Lehrerin Frau Wagner geholfen. Das finde ich toll."

Als Streckenposten im Einsatz waren auch Louis Marschner und Silvio Rehn. "Die Atmosphäre ist einfach super. Das macht Spaß", finden die Beiden.

Zu einem Erfolgserlebnis ist der KnappenMan auch für Marisa Pfeifer vom Magdeburger Triathlon Club geworden. Die 35-Jährige hat schon seit Donnerstag die Lausitzer Seenlandschaft für ein paar erholsame Urlaubstage genossen. Und nun hat sie sich beim KnappenMan zum ersten Mal auf den "langen Kanten" XXL getraut. "Und ich wurde gleich Siegerin bei den Frauen. Darüber freue ich mich riesig und werde nächstes Jahr wiederkommen."

Ein Hoyerswerdaer, der es auf das Podest schaffte, ist Bernd Schwiebs. Der Laufbegeisterte ging am Sonnabend gemeinsam mit Jens Burger und Sandra Cummerow unter dem Namen "Etappenquäldichknappen" auf die XXL-Distanz und wurde mit dieser Staffel Zweiter.