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| 17:52 Uhr

Zukunftspläne für Jung und Alt
Rad-Attraktion für Bernsdorf

 Diese Pumptrack-Strecke ist eine Modulbau-Variante. Auch diese Bauweise zieht die Stadtverwaltung Bernsdorf in die engere Wahl.
Diese Pumptrack-Strecke ist eine Modulbau-Variante. Auch diese Bauweise zieht die Stadtverwaltung Bernsdorf in die engere Wahl. FOTO: eWilding/shutterstock.com
Bernsdorf. Nahe des Bernsdorfer Stadtzentrums könnte die erste feste Pumptrack-Strecke der Lausitz entstehen. Die Stadtverwaltung hofft auf Förderung und will mit der Anlage bewusst Werbung machen. Von Sascha Klein

Noch ist es eine Vision: In wenigen Jahren könnten Radler und Skater aus großen Teilen der Lausitz nach Bernsdorf pilgern, um ein ganz bestimmtes Freizeitangebot zu nutzen: eine Pumptrack-Anlage. Eine was?

Pumptrack ist eine spezielle Mountainbike-Strecke, auf der es auf einem Rundkurs immer auf und ab geht. Eine solche Strecke kann Hügel, Steilkurven und Sprünge haben. Bekannt geworden ist Pumptrack durch den Mountainbikefilm „Earthed 2“ aus dem Jahr 2005.

Jugendinitiative für Pumptrack-Strecke in Bernsdorf

In Bernsdorf hat diese spezielle Mountainbike-Strecke ihre geistigen Mütter und Väter in der Jugendinitiative. Engagierte Jugendliche und Eltern wünschen sich einen Freizeitkomplex für die Jugend der Stadt – und die Stadtverwaltung hat die Idee im vergangenen Jahr dankend aufgegriffen.

 So ähnlich wie dieser Parcours für Kinder im thailändischen Bangkok könnte auch die Bernsdorfer Pumptrack-Strecke aussehen. Dies ist die Asphalt-Variante. Welche Variante Bernsdorf wählt, ist noch nicht entschieden.
So ähnlich wie dieser Parcours für Kinder im thailändischen Bangkok könnte auch die Bernsdorfer Pumptrack-Strecke aussehen. Dies ist die Asphalt-Variante. Welche Variante Bernsdorf wählt, ist noch nicht entschieden. FOTO: Thaisucculents/shutterstock.com

Die Jugendlichen sind bei Planung und Umsetzung weiter im Boot. Das Ziel: dem Nachwuchs eine Alternative zum August-Bebel-Park zu liefern.

Fördermittel für Bernsdorfer Pumptrack-Anlage

Jetzt könnte die Pumptrack-Anlage in greifbare Nähe rücken, denn die Bernsdorfer Stadtverwaltung möchte Nägel mit Köpfen machen. Hauptamtsleiterin Gabriele Witschaß hat kürzlich vorgestellt, dass die Verwaltung über das Leader-Programm Geld beschaffen will.

Das Projekt, das den Namen „Bike & Chill“ bekommen hat, könnte über die Leader-Region „Dresdner Heidebogen“ gefördert werden und der Stadtverwaltung damit einen Großteil Eigenmittel einsparen.

Pumptrack-Planungen auf Gelände der Alten Kranbahn

Der Ansatz: Bernsdorf plant 2019 in einem ersten Bauabschnitt zunächst mit Kosten in Höhe von 90 000 Euro. Eine Förderung könnte bis zu 72 000 Euro betragen – 80 Prozent der Kosten. Auf dem Gelände der alten Kranbahn – die liegt zwischen Lidl-Markt und Rathaus an der Rathausallee – könnte das neue Eldorado für die Jugendlichen und Radler liegen.

Einen wichtigen Fakt hat die Stadtverwaltung auch abgecheckt: Das Gelände ist bebaubar. Eine Studie zeigt jetzt, wie ein Pumptrack geplant werden könnte und welche Zusatzarbeiten auf dem Gelände nötig sind, wie eine Abgrenzung mit Zaun oder Hecke zur Straße, Ableitung des Oberflächenwassers, Bau eines Zugangswegs, Fahrradständer, Mülleimer und Bänke.

Bernsdorf will mit Pumptrack-Strecke Werbung machen

Bernsdorf will diese Pumptrack-Strecke nicht für sich alleine haben, sondern bewusst damit Werbung in der Region machen. Denn dieses Areal wäre ein Alleinstellungsmerkmal im gesamten Umkreis.

„Das kann ein Erlebnisraum für verschiedene Zielgruppen sein“, so Hauptamtsleiterin Gabriele Witschaß vor dem Stadtrat. Zudem können ihn nicht nur Radler nutzen, sondern auch Inline-Skater sowie Fahrer von Skate- und Longboards.

Bauart der Bernsdorfer Pumptrack-Anlage noch ungewiss

Offen ist derzeit noch, nach welchem System die Pumptrack-Bahn gebaut werden soll. Es gibt zwei Varianten: als Modulbauweise mit einzelnen Bauteilen oder in Asphaltbauweise. Das hieße, es würde wie beim Straßenbau geplant.

Die Stadtverwaltung will sich jetzt ein genaues Bild darüber machen, was für 90 000 Euro – so viel steht zurzeit im Haushalt zur Verfügung – möglich ist. Danach soll ein Fördermittelantrag gestellt werden, der bis April eingereicht werden muss.

Am 21. Mai soll der zuständige Koordinierungskreis über die Projekte und die Förderwürdigkeit bestimmen. Eine Bewilligung könnte im Juli oder August 2019 folgen. Und dort will Bernsdorf auf jeden Fall dabei sein, um in Sachen Pumptrack-Bahn einen großen Sprung nach vorne zu machen.