Von Katrin Demczenko

Hoyerswerda ist nicht abgehängt, wenn es darum geht, moderne Digital- und Prototypingtechnologien kennenzulernen und selbst auszuprobieren. Das Fabmobil, das schon seit 2017 in Ostsachsen unterwegs ist, macht‘s möglich – und kann von interessierten Kindern, Jugendlichen sowie Erwachsenen genutzt werden. Mit einem speziellen Computerprogramm ist es zum Beispiel möglich, einen Mopedblinker, Kleiderhaken oder Schmuck selbst zu entwerfen. Die Gegenstände werden anschließend mit dem Lasercutter oder 3D-Drucker analog aus Plastikmasse hergestellt, erklärt Workshopleiter Julius Plüschke. Über die Laptops lassen sich auch Microcontrollerplatinen programmieren, die dann Melodien abspielen, über 25 LED-Lämpchen Buchstaben oder Zahlen anzeigen und einen kleinen Gleichstrommotor in Bewegung versetzen. Diese Aufgaben werden den Platinen auf dem Weg der Blockprogrammierung übermittelt, hinter der die Programmiersprache Java Script steht. So können schon Kinder Einstiegskenntnisse in dieser Zukunftstechnologie erwerben, sagt Julius Plüschke.

Einer, der fasziniert ist von den Möglichkeiten des Fabmobils ist Justin aus Guteborn bei Senftenberg, den seine Mutter an allen drei Tagen nach Hoyerswerda bringt. Der 12-Jährige begreift schnell und erzählt stolz, dass er dieses Grundprinzip bereits kennt. Es dauert also nur ein paar Clicks am Laptop – und die Platine spielt die erste Melodie. „Ich will auch noch den 3D-Drucker ausprobieren“, erzählt der Schüler, der zuhause gern mit Laubsäge und Lötkolben bastelt.

Gefördert wird das Projekt durch die Kulturstiftung des Bundes, den Freistaat Sachsen, andere Stiftungen und viele Firmen. Hinter dem rollenden Zukunftslabor stehen der Dresdener Verein Constitute und das Berliner Design- und Forschungsstudio The Constitute.

Nähere Informationen sind unter www.fabmobil.org abrufbar.