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Informationstag
Prävention ist alles

Bei Sozialarbeiterin Anke Kaufmann konnte man beim gestrigen Infotag der Tumorberatungsstellen des Landkreises auch Flyer in Sachen „Prävention“ bekommen. Foto: Rainer Könen
Bei Sozialarbeiterin Anke Kaufmann konnte man beim gestrigen Infotag der Tumorberatungsstellen des Landkreises auch Flyer in Sachen „Prävention“ bekommen. Foto: Rainer Könen FOTO: Rainer Könen
Hoyerswerda. Zum Weltkrebstag hatten am Dienstag die Tumorberatungsstellen im Landkreis einen Infotag an. Auch in Hoyerswerda.

In Deutschland erkranken jährlich rund 500 000 Menschen neu an Krebs. Die Hälfte aller Krebsfälle, so schätzen Experten, wäre durch einen gesünderen Lebensstil vermeidbar. Der alljährliche Weltkrebstag am 4. Februar, der in diesem Jahr das Motto „Wir können. Ich kann“ hat, soll Menschen dafür sensibilisieren.

So hatten am Dienstag die Tumorberatungsstellen des Landkreises ihre Türen geöffnet, um über dieses Thema umfassend zu informieren.

„Es ist natürlich ein schweres Thema“, bekannte Sozialarbeiterin Anke Kaufmann in der Hoyerswerdaer Beratungsstelle des Gesundheitsamtes. Aber gerade deswegen müsse die Bevölkerung über die Hilfestellungen informiert werden, die eine solche Beratungsstelle Betroffenen und deren Angehörigen anbiete.
So sei eine Funktion der Tumorberatungsstellen, Stiftungsmittel für bedürftige Menschen zu akquirieren.

Nach Einschätzung der Sozialarbeiterin sucht im Landkreis nur ein Viertel der Betroffenen die hiesigen Tumorberatungsstellen auf. Vor allem bei älteren Menschen gebe es nach wie vor Berührungsängste. Dabei, so die Sozialarbeiterin, könne jeder vorbeischauen, werde umfassend und vor allem vertrauensvoll beraten, erhalte Hinweise, wie beispielsweise Anträge auf Härtefonds zu stellen oder welche Hilfen bei Reha-Maßnahmen in Anspruch genommen werden können. „Wir geben auch Hinweise, welche Therapien hilfreich sind, welche Ärzte helfen könnten“, so Anke Kaufmann.

Auch das Thema Prävention stand beim diesjährigen Infotag im Vordergrund. „Das ist ja immens wichtig“, so Anke Kaufmann. Auch wenn Interessierte in der heutigen medialisierten Welt mit Angeboten zur Gesundheitsvorsorge förmlich überhäuft würden, so habe Prävention dennoch ihre Berechtigung. Es sei einfach wichtig, sich ausgewogen zu ernähren, sich regelmäßig zu bewegen, so Anke Kaufmann weite; auch nach einer überstandenen Krebserkrankung.
Menschen mit einer Tumorerkrankung können im Landkreis vier Beratungsstellen aufsuchen. Diese befinden sich in Bautzen, Hoyerswerda sowie Kamenz, eine Außenstelle gibt es in Radeberg. Ganz wichtig: Alle Angebote sind kostenfrei, die Beratungen vertraulich. Wer sich an eine der Beratungsstellen wendet, benötigt weder Überweisungsschein noch Chipkarte.

Die Tumorberatungsstelle in Hoyerswerda befindet sich am Schlossplatz 2. Öffnungszeiten: jeden Dienstag von 8.30 bis 12 Uhr und 13.30 bis 18 Uhr. Telefon 03591 525153110