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Präsenz und Bürgernähe sind das A und O

Arbeitet in ihrem Traumberuf: Carmen Jirka ist seit 2012 Bürgerpolizistin in Bernsdorf und hat immer ein offenes Ohr für die Bürger.
Arbeitet in ihrem Traumberuf: Carmen Jirka ist seit 2012 Bürgerpolizistin in Bernsdorf und hat immer ein offenes Ohr für die Bürger. FOTO: hir1
Bernsdorf. Wenn Carmen Jirka durch Bernsdorf geht, wird sie oft angesprochen. Mit ihren großen und kleinen Problemen kommen die Leute zu ihr. hir1

Sie sorgt mit dafür, dass sich die Bernsdorfer sicherer fühlen. Seit 2012 ist sie Bürgerpolizistin. Und sie weiß genau, dass sie in ihrem Beruf nur so gut sein kann, wie ihr Kontakt zur Bevölkerung ist.

Ein "Na, wie geht's heute?", ist meist der Anfang eines Gesprächs. Inzwischen haben viele Bürger Vertrauen zu ihr. "Das Wichtigste ist, auch kleineren Problemen nachzugehen, denn die Leute müssen spüren, dass wir für sie da sind. Größere Probleme müssen wir an die zuständigen Kollegen weiterleiten, damit sie gleich in den richtigen Händen sind", so Carmen Jirka. Bürgerpolizisten sollen vor allem durch ihre Präsenz ein Gefühl der Sicherheit vermitteln und sind Ansprechpartner vor Ort.

Die Vielseitigkeit des Berufs hat Carmen Jirka schätzen gelernt und sagt: "Bürgerpolizistin ist mein Traumberuf geworden." Vor der Wende hatte die 57-Jährige in einer Dienstleistungsannahme täglich mit vielen Menschen zu tun. Nach der Wende wurde sie arbeitslos. Als die sächsische Polizei Anfang der 90er-Jahre Leute suchte, nutzte Carmen Jirka die Möglichkeit zur Umorientierung. Das sei für sie und ihre Familie mit Mann und zwei kleinen Kindern nicht leicht gewesen, da sie sich in Dresden nochmal zweieinhalb Jahre auf die Schulbank setzen musste, blickt Carmen Jirka zurück. Nach Stationen bei der Autobahnpolizei und auf dem damaligen Posten in Bernsdorf, ist die Polizeiobermeisterin heute als Bürgerpolizistin im Einsatz.

Neben dem täglichen Streifendienst, lässt sie sich auch bei den Wochenmärkten in Bernsdorf sehen und ist beim Weihnachtsmarkt vor Ort. Ab und an trifft man sie im Bernsdorfer Mehrgenerationenhaus, da dort viele Aktivitäten für Bürger sowie für Flüchtlinge organisiert werden. Auch Kindergärten und Schulen sucht sie auf, um den Kindern die Berührungsängste vor der Polizei zu nehmen. Höhepunkt solcher Besuche sei stets die Präsentation des Polizeiautos, denn das ist doch anders ausgerüstet als das elterliche Fahrzeug, erzählt Carmen Jirka. Zudem sorgt die 57-Jährige mit für Ordnung, wenn sich einmal im Jahr der große Umzug des Bernsdorfer Karnevals Club durch die Stadt wälzt.

Überdies seien gemeinsame Einsätze mit dem Ordnungsamt nicht nur für sie, sondern auch für die Bevölkerung wichtig. "Gerade vor wenigen Monaten mussten Landratsamt, Stadtverwaltung und Bürgerpolizei, an der Bernsdorfer "Lidl-Kreuzung" nach Wegen für mehr Verkehrssicherheit suchen", unterstreicht Jirka die Wichtigkeit der Zusammenarbeit.

Zweimal in der Woche hält sie im Bernsdorfer Rathaus regelmäßig Sprechzeiten ab. Dienstags von 13.30 bis 17 Uhr und donnerstags in der Zeit von 9 bis 11.30 Uhr. Und wenn man statt ihr einen Kollegen antrifft, hat sie einen wichtigen Einsatz. So ist Carmen Jirka eben.