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Polizist will Bürgermeister in Lohsa werden

Thomas Lebe recht.
Thomas Lebe recht. FOTO: sob
Friedersdorf. Der gebürtige Lohsaer Thomas Leberecht ist am Donnerstagabend in einer öffentlichen CDU-Mitgliederversammlung als Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 24. April aufgestellt worden. sob

Der 38-Jährige wurde einstimmig gewählt.

Vorgeschlagen hatte ihn am Donnerstagabend der bisherige Amtsinhaber Udo Witschas. Bereits seit 2014 ist Thomas Lebe recht ehrenamtlicher Stellvertreter des Bürgermeisters. "Er war stets wissbegierig und wollte die Zusammenhänge sowie Hintergründe regelmäßig erfahren", erklärte Witschas, und ergänzt: "Hier will sich jemand wirklich der Verantwortung stellen." Denn für den Posten im Rathaus müsste der junge Familienvater seinen Beamtenstatus auf Lebenszeit aufgeben. Aufgewachsen ist Thomas Leberecht in Lohsa, dort hat er auch die Polytechnische Oberschule besucht. Danach absolvierte er eine Lehre als Kfz-Mechaniker in der Region. Nach seinem Wehrdienst bei der Marine in Schleswig-Holstein begann der Lohsaer 2002 seine Ausbildung bei der Polizei Sachsen für den mittleren Polizeivollzugsdienst. Nach seiner Station in Görlitz ist er 2013 ins Polizeirevier Hoyerswerda in den Einzeldienst gewechselt. Zudem habe der 38-Jährige 2013 in Dresden ein Fernstudium zum Verwaltungsfachwirt begonnen, was er derzeit auf Eis gelegt hat. Denn im Oktober letzten Jahres habe er in Rothenburg ein Vollzeitstudium für den gehobenen Polizeivollzugsdienst begonnen.

Seinem Heimatort will der Vater von einem 18 Monate altem Zwillingspaar etwas zurückgeben. In der Gemeinde ist er bereits stark engagiert: So zum Beispiel als Vorstandsvorsitzender der Spielvereinigung Lohsa Weißkollm, damals im Jugendclub oder als Mitorganisator beim Maibaumaufstellen.

Als eine vorrangige Aufgabe betrachtet Thomas Leberecht die Zufriedenheit der Bürger. Das Leitbild der Einheitsgemeinde sei für ihn Inspiration und Handlungsaufforderung zugleich. Zudem braucht die Gemeinde ein "starkes Sprachrohr" für die Bergbaufolgeseen, um die Erschließung in eigener Hand zu behalten. Weiter müsse aus seiner Sicht Lohsa Oberschulstandort bleiben. Auch solle in jeder Ortschaft ein vernünftiger Spielplatz vorhanden sein. Die Sanierung der Kreis- und Staatsstraßen wolle er ebenfalls vorantreiben. Thomas Leberecht könne nicht nur eigene Ideen entwickeln, sondern diese vor allem auch umsetzen, erklärte Udo Witschas. Sein Herz würde er dort tragen, wo es bei einem Bürgermeister sitzen sollte - und zwar nah an den Menschen, so der Ex-Bürgermeister. Seit Januar ist dieser als Beigeordneter des Landrates in Bautzen tätig.