In Hoyerswerda und Kamenz sind am Dienstag, 5. August, Trickbetrüger unterwegs gewesen. Das teilt die Polizei mit. Zunächst schlugen die Täter am Vormittag in einem Geschäft an der Senftenberger Straße in Hoyerswerda zu. Das Pärchen suchte sich einen günstigen Artikel aus und wollte diesen mit einem 200-Euro-Schein bezahlen. Da die Verkäuferin nicht wechseln konnte, boten die Täter ihr zur Bezahlung nunmehr einen 100-Euro-Schein an. Den Schein versuchte die Mitarbeiterin des Ladens nun mit Hilfe des Kasseninhaltes und Bargeld aus ihrem privaten Bestand zu wechseln.
Dabei lenkte der Mann die Verkäuferin ab. Diesen Moment nutzte seine Komplizin, um sowohl das Bargeld aus der Kasse als auch das der Angestellten an sich zu nehmen und damit zu verschwinden.

So werden die Lausitzer Trickbetrüger beschrieben

Die beiden Täter sollen nach Angaben der Ladenbetreiber beide gut gekleidet gewesen sein und südländisch ausgesehen haben. Die Frau war etwa 160 Zentimeter groß, trug eine beigefarbene Bluse mit Rüschen, einen Rock und hatte rot lackierte Fingernägel sowie ein Hütchen auf dem Kopf. Zum Mann liegt bisher keine Beschreibung vor.
Auch in einem Geschäft am Markt in Hoyerswerda hatten zwei Personen, auf die die oben angeführte Beschreibung zutraf, versucht, eine Kerze mit einem 200-Euro-Schein zu bezahlen. Als die Ladenbesitzerin das Geld nicht wechseln konnte, verließen sie das Geschäft wieder.

Geld aus Kellnerbörse in Hoyerswerda gestohlen

Des Weiteren soll die beschriebene Frau bereits am Montag in einer Gaststätte ebenfalls am Markt in Hoyerswerda aufgefallen sein. Dort kaufte sie eine Cola. Später bemerkte die Bedienung, dass das zur Bezahlung verwendete Bargeld und weitere Geldscheine aus der Kellnerbörse fehlten.
Wie sich später herausstellte, waren Unbekannte in gleicher Weise wie an der Senftenberger Straße auch in Königsbrück in einem Geschäft an der Alte Poststraße aufgetreten. Inwieweit die Täter in diesem Fall erfolgreich waren, ist noch Bestandteil der Ermittlungen. Diese führt nun die Kriminalpolizei.

Betrüger mit gleicher Masche auch in Luckau aktiv

Diese Betrugsmasche ist nicht nur ein Phänomen in der Oberlausitz. In Brandenburg ist ein ähnlicher Fall bekannt. So schlug in Luckau eine betrügerische Kundin am Montag in einem Laden mit der gleichen Methode zu. Die Fremde betrat gegen 16 Uhr ein Geschäft in der Berliner Straße und wollte einen 10 Euro teuren Artikel mit einem 200-Euro-Schein bezahlen, wie Polizeisprecher Torsten Wendt mitteilt. „In gebrochenem Deutsch verwickelte sie die Verkäuferin in eine Diskussion, lenkte sie ab, griff in die Kasse und verschwand mit dem Geld“, so Wendt weiter. Der Polizei wurde dieser Fall am Dienstag angezeigt.
Erneut warnt die Polizei vor dieser Kriminalitätsform, bei der Ablenkung und Manipulation genutzt werden, um an Geld zu gelangen. „Seien sie immer misstrauisch, wenn jemand hohe Bargeldsummen eintauschen möchte. Gestatten Sie Fremden nie einen Blick in ihre Geldbörse oder gar Geschäftskasse“, erklärt der Polizeisprecher.
Der große Deutschland-Vergleich So (un-)sicher ist die Lausitz wirklich

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