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Polizei
Polizei verfolgt heiße Spur zu Bronzedieben

Radeberg. Eine der im Februar beziehungsweise im März geklauten Tierfiguren des Radeberger Blindenvereins ist wieder aufgetaucht – komplett. Den „lächelnden“ Fuchs hat der Dieb allerdings zersägt.

Der Kriminaldienst des Polizeireviers Kamenz hat in seinen Ermittlungen zum Diebstahl mehrerer Tierfiguren aus Bronze vom Gelände eines Blindenvereins in Radeberg erste Erfolge erzielt. Zwei der Exponate sind bereits wieder zum Vorschein gekommen. „Ganz offensichtlich waren ortsansässige Metalldiebe am Werk, die die Tierfiguren demontiert und bei verschiedenen Schrotthändlern zu Geld gemacht haben oder dieses wahrscheinlich noch vorhaben“, erklärt Polizeisprecher Thomas Knaup.

Besonderer Dank gelte zwei Firmen aus der Region. Die Täter hatten den gestohlenen Raben und den „lächelnden“ Fuchs bei den Altmetallhändlern abgegeben. Die Inhaber informierten – wie auch andere Zeugen – die Polizei. Beamte stellten das Diebesgut sicher. Aufgrund der Hinweise geriet bereits ein aus der Region stammender Mann als Tatverdächtiger in den Fokus der Ermittler. Er hatte die Beute für einen Bruchteil des eigentlichen Werts zu Bargeld gemacht.

Die Polizei hat dem Radeberger Sehbehindertenverein den sichergestellten Raben bereits übergeben, er war nahezu unversehrt. Der mehrere Kilogramm schwere „lächelnde“ Fuchs aus der der ersten Tat vom Februar dieses Jahres war vom Tatverdächtigen zwischenzeitlich bereits in mehrere Teile zersägt worden.

„Mit Blick auf die weiterhin mit Hochdruck laufenden Ermittlungen und mutmaßliche Komplizen des bereits bekannten Tatverdächtigen kann die Polizei derzeit aus ermittlungstaktischen Gründen keine weiteren Angaben zu den Personen machen“, so Knaup. Hierzu bitten wir um Verständnis. Die Ermittler seien auf einer heißen Spur.

(red/dh)