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| 11:18 Uhr

Unfall nach Verfolgungsjagd
Polizei verfolgt Autodieb von Chemnitz bis in die Lausitz

In Bischofswerda endete die Flucht im Vorgarten einer Familie.
In Bischofswerda endete die Flucht im Vorgarten einer Familie. FOTO: Rocci Klein
Görlitz. Ein langes Rennen hat sich am Dienstagnachmittag ein Autodieb mit der Polizei in Sachsen geliefert. In der Oberlausitz endete seine Flucht abrupt in einem Kinder-Baumhaus. Von Bodo Baumert

Kurz nach Mittag hat die Polizei am Dienstag einen zuvor in Herten (Nordrhein-Westfahlen) entwendeten BMW auf der Autobahn A4 entdeckt. „Der Wagen einer Firma im Wert von etwa 98 000 Euro fiel im Zuge eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen im Bereich der Polizeidirektion Chemnitz auf der Autobahn auf“, berichtet Torsten Jahn von der Polizeidirektion Görlitz am Mittwoch.

Ein Polizeihubschrauber verfolgte den flüchtenden Pkw aus der Luft und informierte die Kollegen am Boden. Die Gemeinsamen Fahndungsgruppen der Polizeidirektionen Chemnitz, Dresden und der Bundepolizeiinspektion Pirna sowie die Autobahnpolizei Dresden nahmen die Verfolgung auf.

Der Fahrer ließ sich aber nicht so leicht stoppen. In Dresden verließ er die Autobahn, fuhr quer durch die Stadt und anschließend auf der Bundesstraße 6 in Richtung Bischofswerda. Streifen der örtlichen Polizeireviere Kamenz und Bautzen wurden hinzugezogen. Dennoch ging die Flucht weiter.

Bei Großdrebnitz passierte dann der erste Unfall. Der Fahrer kollidierte mit einem Zaun und riss rund 200 Meter davon weg. Dennoch setzte er die Fahrt fort.

In Bischofswerda wurde dem Raser dann allerdings seine Geschwindigkeit zum Verhängnis. Der BMW überschlug sich und landete in einem Vorgarten. „Die Bewohner konnten sich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen“, berichtet Polizeisprecher Torsten Jahn. Wie knapp das abgelaufen ist, lässt sich auf Bildern des Unfallorts erkennen. Der BMW zerschmetterte ein Kinder-Baumhaus in dem Vorgarten und kam genau auf dem Sandkasten zum Stehen.

Der Mann hatte aber immer noch nicht genug. „Der Tatverdächtige versuchte, trotz seiner Verletzungen noch zu Fuß zu flüchten. Polizisten der Gemeinsamen Fahndungsgruppe nahmen den 43-jährigen polnischen Tatverdächtigen jedoch nach kurzer Verfolgung fest“, berichtet Torsten Jahn. Ein Rettungswagen brachte den Mann in eine Klinik.

Am BMW entstand laut Polizei ein Schaden von mehreren zehntausend Euro.