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| 22:58 Uhr

Ermittlungen
Polizei sucht den Absender eines Aufrufes zur Gewalt

Hoyerswerda. Bedrohung gegen Unterkunft für Asylsuchende.

Die Polizei fahndet nach Personen in Hoyerswerda, die mutmaßlich Angriffe auf Asylsuchende geplant haben könnten. Demnach kursiert in der Stadt ein Flugblatt, in dem dazu aufgerufen worden sein soll, am jüngsten Freitagabend eine Unterkunft für Asylsuchende an der Liselotte-Herrmann-Straße zu stürmen. Verfasser und Echtheit dieses Schreibens seien noch unklar.

„Die Polizei hat die Hinweise von Beginn an sehr ernst genommen“,  erklärt Polizeisprecher Thomas Knaup. „Bereits seit Mitte der Woche und über das zurückliegende Wochenende waren Beamte des örtlichen Revieres, der sächsischen Bereitschaftspolizei und der Wachpolizei sowie Ermittler des Dezernates Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Görlitz und des Landeskriminalamtes im Stadtgebiet von Hoyerswerda verstärkt im Einsatz“, sagt er.

Aufklärende Einsatzmaßnahmen und Gefährderansprachen von Personen der örtlichen rechten Szene brachten bislang keine neuen Erkenntnisse zur Herkunft und Ernsthaftigkeit des im Fokus stehenden Schreibens. Bei Personenkontrollen am Freitagabend im Umfeld der Asylbewerberunterkunft hat die Polizei die Identität von neun Personen erhoben. In wieweit diese der örtlichen rechten Szene zuzurechnen sind und mit dem Geschehen in Verbindung stehen, sollen weitere Ermittlungen klären. Gegen vier der jungen Männer sprachen die Beamten zur Abwehr von Gefahren einen Platzverweis aus.

Ein schädigendes Ereignis, sowohl gegen das im Visier stehende Gebäude als auch gegen Personen, ist der Polizei bis heute nicht bekannt geworden, so Knaupt weiter.

 Die Ermittlungen des Dezernates Staatsschutz der Kriminalpolizei wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten in Tateinheit mit Volksverhetzung sowie Verwenden verfassungsfeindlicher Symbole dauern an und werden in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Görlitz geführt.