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PlusBus-Konzeptidee für kleinere Gemeinden

Bautzen. Der Entwurf des Nahverkehrsplans des Zweckverbandes Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) wird überarbeitet, teilt Pressesprecher Gernot Schweitzer mit. "Es gab so viele Einwände wie noch nie in der Geschichte des ZVON, deshalb haben wir uns für eine Überarbeitung entschieden, die sich intensiv mit den eingegangenen Stellungnahmen beschäftigt", erklärt Landrat Michael Harig. red/br

Er ist zugleich Vorsitzender des Verkehrsverbundes.

Im Anschluss soll die überarbeitete Version noch einmal öffentlich ausgelegt werden. "Wir benötigen hier einen guten Kompromiss zwischen schnellen Verbindungen nach Dresden, Görlitz oder Zittau und der bedarfsgerechten Bedienung kleinerer Haltepunkte", so Harig. Dabei müssten jedoch auch die Görlitzer Interessen berücksichtigt werden, da neben dem Landkreis Bautzen auch der Landkreis Görlitz sowie die Stadt Görlitz Mitglieder im ZVON sind.

Zu den kritisch angemerkten Punkten des Entwurfs gehörte unter anderem eine als Schlechterstellung empfundene Bedienung von Haltepunkten in kleineren Gemeinden. Rund 90 Prozent der Fahrgäste im Schienenverkehr von und nach Dresden steigen an den Haltestellen in Görlitz, Löbau, Bautzen und Bischofswerda zu und benötigen vor allem eine schnellere Anbindung an Dresden und den Fernverkehr.

Um die Menschen aus den kleineren Gemeinden an diese Schnellverbindungen zu bringen, soll ein so genanntes PlusBus-Konzept erarbeitet werden. Mit den stündlich verkehrenden Bussen könnten attraktive Verbindungen zwischen diesen Gemeinden und den größeren Bahnhalten geschaffen werden.

Der aktuelle Entwurf des Verkehrsplanes ist zu finden unter

www.zvon.de/de/dnl/nvp_zvon_entwurf_v04_170116.8374.pdf