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Park soll im April 2018 eingeweiht werden
Pionierpark rundet „Neue Mitte“ Knappenrodes ab

Auch Maik und Rainer aus Lohsa von der Kettensägenkünstler GbR haben an der Gestaltung des Pionierparks in Knappenrode mitgewirkt.
Auch Maik und Rainer aus Lohsa von der Kettensägenkünstler GbR haben an der Gestaltung des Pionierparks in Knappenrode mitgewirkt. FOTO: Reinhard Hoffmann
Knappenrode. Die Anlage am Bürgerzentrum hat jahrelang ein stiefmütterliches Dasein gefristet. Jetzt ist sie neu gestaltet. Von Reinhard Hoffmann

Der Pionierpark in Knappenrode, direkt vor dem Bürgerzentrum gelegen, führte seit der Schließung der Schule im Jahr 1997 ein stiefmütterliches Dasein. Der Ortschaftsrat brachte mit vielen Bürgerhinweisen 2008 seinen Teil zum  Stadtentwicklungskonzept SEKO zu Papier. Darin wurde mit  dem  Bürgerzentrum und dem Festplatz  die „Neue Mitte von Knappenrode“ konzipiert.

Dazu gehörte auch  die Umgestaltung des kleinen Pionierparks. Aus der Schule wurde 2009 ein modernes Bürgerzentrum und aus dem Schul- ein Festplatz.  In allen Vorlagen wurde festgestellt, dass sich der Park in einem „sehr sanierungsbedürftigen Zustand“ befindet. Sein 80. Jahrestag 2016 war  Anlass, ihn  als Abrundung der „Neuen Mitte von Knappenrode“ in die Abstimmungen zur  Haushaltsplanung von  Hoyerswerda aufzunehmen.

In diesem Jahr war es soweit, um gewünschte und mögliche Bauleistungen mit der Stadtverwaltung, dem Landkreis Bautzen  und dem Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Realität werden zu lassen. Besonders aufwendig und voller Paragrafenhürden erwies sich die Beantragung und Bewilligung von europäischen Zuschüssen. Im April 2017 ging dem Ortschaftsrat ein Bescheid für einen  Zuwendung von 57 700 Euro aus  Fördermitteln der EU  zur Umsetzung im  LeaderGebiet Lausitzer Seenland zu. Für den Pionierpark wurden 80 000 Euro  als  Gesamtbausumme einschließlich  städtischer  Mittel freigegeben.

Mehrfach überarbeitet und mit dem letzten Schliff für europarechtliche Richtlinien versehen,  konnte der Ortschaftsrat am 22. Juni 2017 die Neugestaltung des Pionierparkes Knappenrode beschließen, die im Technischen Ausschuss der Stadt Hoyerswerda am 27. Juni 2017 bestätigt wurde.

 Und nun musste alles etwas zügiger gehen. Nach einer öffentlichen Ausschreibung und Bewertung der Bieterangebote vergab der Technischen Ausschuss den Auftrag an die Firma Garten- und Landschaftsgestaltung  Nitruck aus Boxberg. Das Gartenatelier  Ulrike Kühne  aus Hoy­erswerda übernahm die Objektkontrolle.

Die  Rückbauarbeiten begannen bereits in der vegetationslosen Zeit im Februar. Marode Bäume wurden entfernt. Wildwuchs und circa 1000 Quadratmeter alte Bodendecke wurden ab September entfernt. Büsche, die umgesetzt werden sollten, wurden gesichert. Wieder verwendbare Zaunelemente  und  Bänke wurden rückgebaut und aufgearbeitet.

Danach bekam die Anlage ihr neues Gesicht. Maurer setzten ein erhöhtes Sitzpodest aus Klinkerstein, Bänke wurden aufgestellt, Wege snaiert, eine neue Tischtennisplatte wurde aufgestellt und ein Hochbeet angelegt.

Landschaftsgärtner pflanzten  200 Stauden und  875 Klein- und Solitärgehölze. Sie legten 600 Quadratmerter Rasen an und brachten auf 1000 Quadratmetern Rindenmulch  aus. Die  fast 20 Jahre alte  Ortswappengestaltung  wurde liebevoll saniert.

Am 4. November nahmen sich Knappenroder beim  Herbstputz des Parkes an. Darunter war  erstmals eine größere Jugendgruppe. Der Gedenkstein vom August-Bebelplatz, der bisherigen Mitte gegenüber dem ehemaligen Kulturhaus, konnte im Oktober umgesetzt werden. Am   19. November wurde am neuen Standort  durch Vertreter von Knappenrode ein Blumengesteck niedergelegt und  die neue Mitte inoffiziell eingeweiht. Am 30. November erfolgte  die  bauseitige Abnahme. Im  Frühjahr wird nun noch  Rasen ausgesät.

Ortsvorsteher Otto- Heinz Lehmann, Vertreter des Ortschaftsrates und Garteningenieurin Ulrike Kühne waren fast täglich vor Ort. Hilfe kam auch vom Bauhof der Stadt Hoy­erswerda, die die Installation eines Edelstahlklettergerüstes ermöglichten, das ursprünglich in der Neustadt von Hoyerswerda stand.

Viel Beachtung  fanden  die  Arbeiten der Holzkünstler Maik & Rainer aus Lohsa. Sie stutzten marode Kiefern und gestalteten  Stelen  mit Symbolen und Schriftzügen  aus der Tradition des Bergbaus in Werminghoff / Knappenrode.

Der Ortschaftsrat hat entschieden, dass der Park offiziell im April nächsten Jahres eingeweiht wird.