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Pianistin will mit Komponisten in den "inneren Dialog" treten

Hoyerswerda. Das Besondere Konzert zur Jahreswende ist auch 2015 wieder die erste musikalische Veranstaltung im Hoyerswerdaer Schloss. Dass dort am Sonntag, 11. Katrin Demczenko/dcz1 11. Januar, 19 Uhr, Schloss Hoyerswerda

Januar, um 16 Uhr wie schon seit Jahren die sorbische und wendische Musik eine Plattform erhält, ist der Berliner Konzertpianistin Heidemarie Wiesner zu verdanken. Der Hoyerswerdaer Kunstverein wirkt unterstützend mit.

Das Besondere Konzert 2015 wird "retrospektiv 1" heißen, denn die sorbischstämmige Pianistin will als Solistin Klaviermusik spielen, die während der Konzertreihe in den zurückliegenden 20 Jahren entstanden ist.

Dazu gehören unter anderem Werke von Ulrich Pogoda, Heinz Roy und Jan Cyz. Die Anfänge sorbischer Musik aus dem 19. Jahrhundert wird sie mit Kompositionen von Korla Awgust Kocor würdigen.

"Ich werde also in einen inneren Dialog treten mit den Verfassern der Werke und diese auf der Bühne neu entstehen lassen", kündigt Heidemarie Wiesner an. Darüber hinaus wird sie ein bisher noch unveröffentlichtes, nur handschriftlich vorliegendes Werk von Bjarnat Krawc spielen und erst jetzt wiederentdeckte Klavierstücke, die der Arzt und Wissenschaftler Kurt Karnauke komponiert hat.

Ergänzend werden Zuspiele historischer Dokumente, das heißt Schallplatten- und Wachswalzenaufnahmen sowie Äußerungen von Komponisten, zu hören sein. So kann der Zuhörer eintauchen in einen Kosmos von Klängen und Eindrücken, wünscht sich die Organisatorin des Besonderen Konzertes.

Der sorbische Komponist Sebastian Elikowski-Winkler wird durch das Programm führen und Wissenswertes über die Komponisten und ihre Werke berichten. Im Januar und Februar 2015 ist Heidemarie Wiesner nicht nur in verschiedenen Orten der Lausitz, sondern auch in Berlin, Leipzig und sogar Prag zu hören.