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| 18:40 Uhr

Puppentheater
Pettersson und Findus erfreuen kleine und große Hoyerswerdaer

Chester (r.) vom Puppentheater Noldin hat mit seiner Mutter das Stück "Der Hahn im Korb" in Hoyerswerda vor mehr als hundert Zuschauern aufgeführt. Manuela Dinger und ihren beiden Jungs hat's gefallen.
Chester (r.) vom Puppentheater Noldin hat mit seiner Mutter das Stück "Der Hahn im Korb" in Hoyerswerda vor mehr als hundert Zuschauern aufgeführt. Manuela Dinger und ihren beiden Jungs hat's gefallen. FOTO: Katrin Demczenko
Hoyerswerda. Puppentheater sorgt für einen vollen Schlosssaal. Die Kinder sind begeistert. Im nächsten Jahr soll es ein Wiedersehen geben. Von Katrin Demczenko

Das Puppentheater Noldin aus Hauptstuhl bei Kaiserslautern hat mit seiner Pettersson-und-Findus-Geschichte „Der Hahn im Korb“ über hundert Kinder, Eltern und Großeltern im Hoy­erswerdaer Schlosssaal begeistert. Eine große Bühne, liebevoll gemalte Kulissen einer Bauernhofidylle und selbst gefertigte Handpuppen sorgten für ein gelungenes Theatererlebnis. Die abwechselungsreiche Aufführung gestalteten Jesse Noldin und ihr Sohn Chester.

Der Bauer Pettersson, sein Kater Findus, die weißen Hühner und der Hahn sind Figuren des schwedischen Kinderbuchautoren Sven Nordqvist, die viele junge Besucher sofort erkennen. Pettersson, Findus und die Hühner lebten ruhig miteinander, bis Pettersson einen Hahn mitbringt. Der Nachbar wollte ihn in den Kochtopf stecken, erfahren die Kinder. Doch nun verändert sich alles auf Petterssons Hof, weil die Hühner nur noch dem stolzen Hahn Caruso folgen. Hinzu kommt, dass der neue Mitbewohner andauernd kräht.

Findus fühlt sich zurückgesetzt, ist genervt und will Caruso loswerden. Kurzerhand zeigt er ihm einen gekritzelten Zettel, auf dem angeblich steht, er dürfe nur noch früh und abends krähen. Pettersson hätte das geschrieben. Weil der Hahn nicht lesen kann, glaubt er das und verschwindet in den Wald.

Nun muss aber Findus mit seiner Lüge leben und das bedrückt ihn so, dass er es Pettersson ganz betreten erzählt. Der ist einerseits froh, dass Findus die Wahrheit sagt und andererseits, dass der nervende Hahn weg ist. Da Caruso zwei süße gelbe Küken dagelassen hat, muss sich jetzt Findus als „Kükensitter“ um die Kleinen kümmern.

Versöhnt mit diesem Schluss klatschen Neele, Felix und die anderen Kinder, die immer miterzählen und ihre Meinung zum Bühnengeschehen äußern durften. „Das war gut“, findet der Hoyerswerdaer Grundschüler Fabian, der genau dieses Buch und eine DVD zu Hause hat. Anton erzählt, dass er die Geschichten von Pettersson und Findus manchmal von seinem Vater vorgelesen bekommt und freut sich, die Figuren nun auf einer Puppenbühne zu sehen. Für die Manuela Dinger, die mit ihren beiden Söhnen die Veranstaltung besucht hat, war das ihr allererster Kontakt mit Pettersson und Findus. Sie findet die Handpuppen schön und lobt die saubere Aussprache der Puppenspieler. Ihr Sohn Felix war von dem schicken Hahn begeistert und von Findus, den er nach der Veranstaltung noch mal ganz vom Nahen ansehen durfte.

Nach diesem Erfolg ist angedacht, die Puppenbühne Noldin nächstes Jahr, wenn der Zoo Hoyerswerda seinen 60. Geburtstag feiert, wieder einzuladen, sagt die Mitarbeiterin vom Schloss Nicole Petrick. Es sind auch Geschichten vom Wikingerjungen Wickie, dem Kleinen Eisbären und einige Märchen der Brüder Grimm im Repertoire, informiert Jesse Noldin.