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Peter Zippack ist Blunscher Maikönig

Mit viel Musik und Tanz wurde das Blunsche Maibaumwerfen gefeiert.
Mit viel Musik und Tanz wurde das Blunsche Maibaumwerfen gefeiert. FOTO: amz1
Bluno. Knapp drei Wochen hat der über 30 Meter hohe Maibaum neben dem Blunoer Sportplatz gethront. Am Sonnabend ist das aus zwei Kiefern und einer Birke bestehende Exemplar gefällt worden. amz1

Zudem hat das gut 400 Einwohner zählende Dorf einen neuen Maikönig. Der heißt Peter Zippack. Der junge Mann war der Erste, der nach dem Fall des Maibaums das ganz oben angebundene Tuch als Erster erreichte und sich die Trophäe sicherte. Ortsvorsteher Udo Zippack zeigte sich indes zufrieden. "Auch in diesem Jahr ist unser Maibaum nicht vorzeitig gefällt worden", begründete der Kommunalpolitiker seine gute Laune.

Anders als in Tätzschwitz oder in Bergen hat das Blunoer Exemplar die volle Zeit durchgehalten. "Bei uns wäre es sehr gewagt, unbefugt Hand anzulegen", erklärte Zippack. Denn fällt der Stamm nicht korrekt, könnten sowohl das benachbarte Sportlerheim als auch der dortige Gastank arg in Mitleidenschaft gezogen werden.

Das Maibaumstellen und Werfen besitzt in Bluno eine lange Tradition. Nach der Wende wurde der Brauch im Jahr 1993 wiederbelebt. Heißt also, dass im Wonnemonat im Jahr 2018 ein kleines Jubiläum ansteht.

Das Maibaumwerfen beginnt stets mit einem kleinen Umzug durchs Dorf, diesmal waren neben den Lausitzer Blasmusikanten aus Welzow neun Paare mit von der Partie. Vornweg marschierte die Chefin der Jugend, diesmal Michelle Klauk mit Paul Gosdschan. Auf dem Festplatz angekommen, folgten mehrere Tänze, darunter die allseits beliebte Annemarie-Polka, ehe um Punkt 17.34 Uhr der Maibaum krachend zu Boden fiel. Eine Versteigerung des begehrten Holzes gab es dieses Jahr indes nicht. "Wir wollen aus den Stämmen mehrere Bänke herstellen und diese an reizvollen Stellen im Dorf aufstellen", begründete Udo Zippack.

Das Maibaumwerfen anno 2017 ist ins kleine Dorffest integriert worden. Auf die sonst größere Veranstaltung wurde verzichtet, und zwar aus Rücksicht auf die Sabrodter. Denn die dortigen Einwohner begehen am dritten Juni-Wochenende, also genau dann, wenn immer die Blunschen feiern, ihr Jubiläum 50 Jahre Schalmeienkapelle. Dafür wollen die Blunoer im kommenden Jahr ihr Dorffest wieder eine Nummer größer begehen. Den entsprechenden Termin haben sie sich bereits gesichert, nämlich das Wochenende 16./17. Juni 2018.