Sein Weg in die Verantwortung war lang, immer neue Hemmnisse wurden einst errichtet. Er überwand sie getreu einem Wort von Konrad Adenauer: „Wenn die anderen meinen, du seist am Ende, dann musst du erst richtig anfangen.“
Schowtka wurde am 7. Januar 1945 in Wittichenau geboren, ein halbes Jahr später verschleppten die Russen seinen Vater. Von dessen Tod 1947 im Geheimlager Mühlberg an der Elbe erhielt die Familie erst 1995 Nachricht, nach Öffnung der Archive. Wie die Kinder vieler Kriegswitwen wuchs er als Halbwaise auf. Seitdem weiß er, wie unfrei und rechtlos der Einzelne in Diktaturen lebt und wie Indoktrination und Ausgrenzung Andersdenkender wirken.
Im Mai 1990 zum Bürgermeister seiner Heimatstadt und 1991 in den Landtag gewählt verwirklicht er seither Demokratie auf kommunaler und Landesebene. „Jede Demokratie lebt vom Miteinander der Menschen und nicht von Strukturen und Machtgelüsten“ , sagt er - und handelt danach. (ms)