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| 17:38 Uhr

Personalnot bei der Feuerwehr

Hoyerswerda. Zu wenige Kameraden, zu alte Fahrzeuge – in den Ortsfeuerwehren in und rund um Hoyerswerda mangelt es an Einsatzkräften und modernen Löschwagen. Werbung soll den Nachwuchs locken, erste Erfolge sind schon spürbar. Daniel Schauff

216 aktive Kameraden zählen die Ortswehren und die Berufsfeuerwehr in Hoyerswerda derzeit. Zu wenige, sagt Stefan Urbanski, stellvertretender Fachbereichsleiter des Amtes Brand- und Katastrophenschutz. Die Einsatzfähigkeit sei zu gering. Vor allem darum ging es beim Rückblick auf das Jahr 2013 in der Jahreshauptversammlung der Hoyerswerdaer Feuerwehr am vergangenen Freitag. Die geringe Einsatzbereitschaft aber wird die Hoyerswerdaer Wehren auch in den kommenden Jahren beschäftigen.

Sämtliche Hoyerswerdaer Ortswehren seien unterbesetzt, so Urbanski, vor allem aber Knappenrode und die Altstadt-Wehr. Die Kameraden rückten zwar - anders als die der Neidaer Wehr - noch aus, es könne aber nie sichergestellt sein, dass sie bei jedem Einsatz verfügbar seien. Die Neidaer Wehr ist schon seit zwei Jahren nicht mehr im Einsatzdienst. Wann sich das wieder ändern wird, kann Urbanski nicht sagen. Es tue sich aber etwas in Neida - mittlerweile gebe es wieder verstärktes Interesse am Feuerwehrdienst.

Wie viele Einsatzkräfte in Knappenrode und in der Altstadt zur Verfügung stehen, will Urbanski nicht genau beziffern. Das Problem liege vor allem in der Einsatzbereitschaft tagsüber. Die Kameraden der freiwilligen Feuerwehren gingen ihren Berufen nach, seien dann kaum abkömmlich für einen Einsatz.

Auch das Alter der Einsatzfahrzeuge sei ein Problem, sagt er. Zwei Fahrzeuge der Wehr Neustadt-Kühnicht seien rund 20 Jahre alt, in der Altstadt sei ebenfalls ein Fahrzeug im Einsatz, das bereits seit zwei Jahrzehnten läuft. In Knappenrode stehe ein Fahrzeug, das 40 Jahre auf dem Buckel hat. Bei Waldbränden käme es noch zum Einsatz, weil es geländegängig sei. Für andere Einsätze sei es aber kaum noch zu gebrauchen. Mittelfristig müsse man die Anschaffung neuer Fahrzeuge einplanen, so Urbanski. Dafür aber seien finanzielle Mittel notwendig.

Um der Unterbesetzung entgegenzuwirken, gibt es laut Urbanski nur ein Mittel: "Werbung, Werbung, Werbung". Das Weihnachtsbaumbrennen der Altstadt-Wehr sei ein Beispiel. Danach gebe es regelmäßig deutlich mehr Interesse an der Feuerwehrtätigkeit. Auch das Engagement der Feuerwehr in Schulen und Kindergärten wirke sich positiv auf die Jugendwehren aus.